VW-Chef soll künftig maximal zehn Millionen Euro Gehalt bekommen

7. Februar 2017, 09:01
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Diesbezüglich findet Ende Februar eine Beratung im Aufsichtsrat statt

Wolfsburg – Der Volkswagen-Aufsichtsrat will das Vergütungssystem der Top-Manager reformieren und dem Chef des Vorstands künftig höchstens zehn Millionen Euro Gehalt erlauben. Das Kontrollgremium solle darüber in seiner Sitzung am 24. Februar beraten, war am Montag nach einem Bericht des "Handelsblatt" aus dem Konzern zu erfahren.

Den Plänen zufolge solle die Reform dazu führen, dass das Gehalt des Vorstandsvorsitzenden bei einer Jahresmarke von zehn Millionen Euro gedeckelt wird. Für die anderen Vorstandsmitglieder soll eine geringere Summe gelten. Die Initiative dazu hatten das Land und der Betriebsrat ergriffen, wie weiter zu hören war.

Geplant sei, das Fixgehalt anzuheben und im Gegenzug den variablen Anteil zu senken. Dieser beträgt bisher meist ein Vielfaches der Fixsumme.

Hürden für Boni

Zuletzt hatte es Kritik gegeben, weil Christine Hohmann-Dennhardt zu ihrem Abschied eine Zahlung von über zwölf Millionen Euro nach nur gut einem Jahr Arbeit als VW-Vorstand für Integrität und Recht erhält. Der über den Abgasskandal gestürzte Martin Winterkorn hatte in einigen Jahren zudem noch deutlich mehr Gehalt bekommen.

Betriebsratschef und Aufsichtsrat Bernd Osterloh hatte gefordert, dass Vorstände höhere Hürden überwinden müssen, um ihre vollen Boni zu bekommen. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann, ebenfalls VW-Aufseher, hatte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt: "Die astronomischen Zahlen der Vergangenheit mit zweistelligen Millionenbeträgen sind weder gesellschaftlich vermittelbar noch gerechtfertigt, wenn man das Prinzip von Leistung und Verantwortung als Maßstab gerechter Vergütung nicht ad absurdum führen will."

Europas größter Autohersteller hatte bereits 2016 angekündigt, sein Vergütungssystem für Manager ändern zu wollen. (APA, 7.2.2017)

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