Gasexplosion: Beschuldigter weist Vorwürfe zurück

6. Februar 2017, 19:34
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55-Jähriger wollte nach eigenen Angaben Leck reparieren – Ermittler gehen von Vorsatzdelikt aus

Wien – Nach der Gasexplosion in Wien-Hernals, bei der ein Hausverwalter getötet und drei Menschen schwer verletzt worden sind, wehrt sich der beschuldigte Wohnungsmieter. Entgegen der Darstellung der Polizei, die von einem Vorsatzdelikt des 55-Jährigen, der delogiert werden sollte, ausgeht, will er nur versucht haben, in Eigenregie ein Gasleck abzudichten.

Die Explosion ereignete sich am 26. Jänner kurz vor 8.00 Uhr in der Hernalser Hauptstraße 210. Der 64-jährige Hausverwalter kam ums Leben, ein Gerichtsvollzieher und ein Schlosser wurden schwer verletzt. Der 55-jährige Wohnungsmieter, der delogiert werden sollte, und die Frau des Hausverwalters kamen mit weniger schweren Blessuren davon. Ein erst zwei Wochen altes Mädchen in einer Nachbarwohnung wurde ebenfalls mit Verdacht auf schwere Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Das Baby konnte aber bald entlassen werden.

Die Polizei wirft dem 55-Jährigen laut der Tageszeitung "Österreich" vor, er habe den Gaszähler demontiert und eine T-Verbindung gelockert, womit er die Explosion vorsätzlich herbeigeführt habe. Seinem Anwalt Martin Mahrer zufolge sagte der Beschuldigte bisher, er habe sei Tagen Gasgeruch in der Wohnung wahrgenommen und auch bei der Wien Energie angerufen. Da von dort niemand gekommen sei, habe er in Eigenregie versucht, die Gasleitung zu reparieren, wodurch es gerade im Moment der Wohnungsöffnung im Zuge der Delogierung zur Explosion gekommen sei. (APA, 6.2.2017)

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