Rücktritt in der Regierungspartei nach Wahlverlusten in Liechtenstein

    6. Februar 2017, 19:01
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    Bei der Wahl am Sonntag hatten kleinere Parteien zugelegt

    Vaduz – Nach einem enttäuschenden Wahlergebnis ist der stellvertretende Regierungschef von Liechtenstein zurückgetreten. Thomas Zwiefelhofer vertrat den Juniorpartner in der bürgerlichen Koalition, die das kleine Fürstentum zwischen Österreich und der Schweiz seit Jahrzehnten regiert. Es hat 38.000 Einwohner. Bei der Wahl am Sonntag hatten kleinere Parteien zugelegt.

    Er wolle den Weg für eine personelle Erneuerung freimachen, meinte der 47 Jahre alte Jurist. Seine Partei Vaterländische Union (VU) hatte zwar 0,2 Prozent zugelegt. Zwiefelhofers Ziel war es aber gewesen, den größeren Koalitionspartner, die Fortschrittliche Bügerpartei (FBP), zu überflügeln.

    Die FBP war der eigentlicher Wahlverlierer mit minus 4,8 Prozent. Sie blieb aber stärkste Fraktion mit 35,2 Prozent vor der VU mit 33,7 Prozent. Damit kann Adrian Hasler Regierungschef bleiben. In der FBP zog zunächst niemand Konsequenzen aus dem schlechten Ergebnis. (APA, 6.2.2017)

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