Tschechien: Berater konnten Zeman wohl zum Wiederantritt überreden

6. Februar 2017, 11:07
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Gesundheitszustand des 72-Jährigen gilt aber als möglicher Grund für Abtritt

Prag – Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman hat in eigenen Aussagen ein starkes Anzeichen dafür geliefert, dass er sich erneut um das Präsidentenamt bewerben wird. Im Fernsehen sagte er, seine sieben engsten Mitarbeiter hätten ihm bei einer eigenen Besprechung zu dem Thema diesen Schritt empfohlen. Der Ratschlag der Mitarbeiter wird "meine Entscheidung bestimmt beeinflussen", so Zeman.

Außerdem sagte Zeman, er werde im Falle einer Wiederkandidatur 50.000 Unterschriften von Bürgern sammeln, obwohl ihm die Unterschriften von 20 Abgeordneten oder 10 Senatoren dafür reichen würden. Seine endgültige Entscheidung will Zeman am 9. März auf einer Feier anlässlich des vierten Jahrestages seines Amtsantrittes auf der Prager Burg mitteilen.

Gesundheitlich angeschlagen

Laut Medien könnte der Gesundheitszustand Zemans ein Hindernis dafür sein, dass er weitermacht. Der 72-Jährige ist Kettenraucher, aufgrund einer Nervenerkrankung infolge von Diabetes geht er schlecht. Zeman selbst bezeichnet seinen Gesundheitszustand als "stabilisiert".

Die Präsidentenwahlen finden im Jänner 2018 statt. Zeman war 2013 der erste direkt vom Volk gewählte tschechische (bzw. tschechoslowakische) Staatspräsident. (APA, 6.2.2017)

  • Zeman könnte es noch einmal wissen wollen.
    foto: afp photo / michal cizek

    Zeman könnte es noch einmal wissen wollen.

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