Deutschland folgt der Schweiz ins Davis-Cup-Play-off

5. Februar 2017, 18:43
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Belgien macht in Frankfurt vorzeitig alles klar – Deutscher Tennisbund wünscht sich Zusammenarbeit mit Becker

Frankfurt – Nach der ohne ihre Topstars Roger Federer und Stan Wawrinka angetretenen Schweiz muss auch Deutschland in das Davis-Cup-Weltgruppen-Play-off. Alexander Zverev verlor am Sonntag das Spitzenspiel gegen Steve Darcis, womit Belgien überraschend vorzeitig als Erstrundensieger in Frankfurt feststand. Belgien hatte ohne seinen Topspieler David Goffin auskommen müssen.

Die Deutschen sind ihrer Favoritenrolle nach der zuletzt entstandenen Aufbruchstimmung nach den starken Leistungen auch von Mischa Zverev in Australien nicht gerecht geworden. Alexander Zverev konnte den 1:2-Rückstand vom Samstag nicht ausgleichen und unterlag im Spitzeneinzel Steve Darcis nach 3:02 Stunden mit 6:2,4:6,4:6,6:7(8). "Das ganze Wochenende ist irgendwie schlecht für uns gelaufen. Nach dem ersten Tag hätten wir auch 2:0 führen können, auch im Doppel war ein Sieg drin. Jetzt müssen wir in die Relegation, das ist sehr schade", sagte Alexander Zverev enttäuscht. Das bedeutungslose Schlusseinzel verlor sein Bruder Mischa danach, womit Deutschland 1:4 unterlag.

Mittlerweile führen Boris Becker und der Deutsche Tennisbund Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit. Becker, der zuletzt auch als Eurosport-Experte im Einsatz war, verfügt nach dem Ende seiner Tätigkeit als Coach von Novak Djokovic über freie Kapazitäten.

Die Teams aus Spanien und Belgien sind mit Auswärtssiegen in das Viertelfinale des Davis-Cups eingezogen. Die ohne Rafael Nadal angetretenen Iberer drehten in Osijek gegen Kroatien ein 1:2 noch zu einem 3:2-Erfolg, die Belgier überraschten ohne David Goffin mit einem 4:1 in Frankfurt/Main gegen Deutschland. Weiter sind auch Australien, Frankreich, die USA und Serbien.

Roberto Bautista Agut und Pablo Carreno Busta in vier bzw. drei Sätzen behielten am Finaltag gegen die Kroaten die Nerven. Sie müssen vom 7. bis 9. April nun wieder auswärts antreten, und zwar gegen die daheim gegen Russland 4:1 siegreich gebliebenen Serben.

Die Belgier bekommen es in zwei Monaten mit Titelverteidiger Argentinien oder Italien zu tun. In Buenos Aires stand bei einer 2:1-Führung der Italiener das erste Sonntag-Einzel nach längeren Regenunterbrechungen nach Sätzen 2:2.

Im vierten Viertelfinalduell wird Frankreich dank eines 4:1-Auswärtserfolgs in Tokio über Japan engagiert sein. Der Gegner wurde in der Nacht auf Montag (MEZ) in Ottawa zwischen Kanada und Großbritannien ermittelt. Für die Kanadier hatte Vasek Pospisil mit einem Viersatzsieg gegen Daniel Evans ein entscheidendes letztes Einzel erzwungen, in dem für die Gastgeber Denis Shapovalov gegen Kyle Edmund auf dem Prüfstand war. (APA/dpa, 5.2.2017)

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