Russland auch hinter Hackerangriffen in den Niederlanden vermutet

4. Februar 2017, 15:57
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Laut Geheimdienst hunderte Angriffe in den vergangenen Monaten

Die Niederlande sehen sich im Vorfeld der Parlamentswahlen im März hunderten Cyberangriffen ausgesetzt, an denen einem Bericht zufolge auch zwei russische Hackergruppen beteiligt waren.

Wie die Tageszeitung "Volkskrant" am Samstag unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, versuchten die Hacker unter anderem, die Zugangsdaten von Regierungsmitgliedern zu knacken, darunter vom Büro des Regierungschefs. Das sei ihnen aber nicht gelungen.

Verbindung zur russischen Regierung

Dem Bericht zufolge handelt es sich um die Gruppen APT29 und APT28. Sie sollen Verbindungen zur russischen Regierung haben und werden von der US-Bundespolizei FBI und dem US-Heimatschutzministerium als Verantwortliche für Hackerangriffe in den Vereinigten Staaten behandelt. Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich zugunsten des später gewählten Präsidenten Donald Trump in den Wahlkampf eingemischt zu haben, was Moskau zurückweist.

In den Niederlanden wird am 15. März ein neues Parlament gewählt. Angesichts der mutmaßlichen Cyberangriffe bei anderen Wahlen wächst auch dort die Furcht vor einer ausländischen Einmischung. Außer Russland sollen auch China und der Iran Hackerangriffe auf niederländische Regierungsvertreter verübt haben.

Hunderte Versuche in den vergangenen Monaten

Der niederländische Geheimdienstchef Rob Bertholee sagte am Freitag in einem Fernsehinterview, in den vergangenen sechs Monaten habe es "hunderte Versuche" gegeben, E-Mails und Unternehmensdaten zu knacken. Es sei eine große Herausforderung, den vermutlich aus Russland, China und dem Iran stammenden Angreifern stets voraus zu sein. Der Chef des Geheimdienstes AIVD sprach von einer "Bedrohung unserer Demokratie".

Zur Wahl in den Niederlanden treten im März 28 Parteien an. Derzeit führt die PVV des Rechtspopulisten Geert Wilders in den Umfragen, gefolgt von den Liberalen (VDD) von Ministerpräsident Mark Rutte. Viele Parteien haben eine Koalition mit Wilders ausgeschlossen. (APA, 04.02.2016)

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