UniCredit einigte sich mit Gewerkschaften über Jobabbau

4. Februar 2017, 12:11
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3.900 Jobs fallen in Italien dem Sparstift zum Opfer – 1.300 Neuanstellungen geplant

Rom/Mailand – Zwei Tage vor dem Start ihrer milliardenschweren Kapitalerhöhung hat die Bank-Austria-Mutter UniCredit am Samstag ein Abkommen mit den italienischen Gewerkschaften über Personalkürzungen abgeschlossen. Nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon einigte sich die Bank mit den Gewerkschaften über einen Plan, der die Kürzung von 3.900 Jobs vorsieht. 1.300 Neuanstellungen sind geplant.

Mitsamt den bisherigen Stellenstreichungen soll die Zahl der UniCredit-Mitarbeiter in Italien bis 2019 um 9.400 Beschäftigte schrumpfen. Geplant ist die Schließung von 883 Filialen. Das sind 27 Prozent aller Filialen in Italien.

In Italien und in Deutschland sollen nach drei Jahren jeweils um 21 Prozent weniger Beschäftigte auf der Payroll stehen. Bei der Bank Austria gehen bis zum heurigen Jahresende 959 Mitarbeiter. Über mehrere Jahre verlassen im Rahmen eines Abschiedsprogramms insgesamt rund 2.000 Leute das Unternehmen.

UniCredit startet am Montag eine Kapitalerhöhung im Wert von 13 Mrd. Euro, die bis zum 10. März laufen wird. Die UniCredit-Hauptversammlung hatte am 12. Jänner die größte Kapitalerhöhung in der italienischen Wirtschaftsgeschichte beschlossen. Der seit Juli amtierende Bankchef Jean-Pierre Mustier zeigte sich zuversichtlich, genügend Geldgeber zu finden. (APA, 4.2.2017)

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