Aktionsplan zur Rettung der Schneeleoparden beschlossen

5. Februar 2017, 18:46
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Bessere Zusammenarbeit bei Schutz und Erforschung der gefährdeten Großkatzen geplant

Kathmandu/Wien – Schätzungen zufolge leben weltweit nur noch 3.500 bis 7.000 ausgewachsene Schneeleoparden. Ein nepalesischer Aktionsplan, der von allen zwölf Staaten mit Populationen dieser Tiere mitgetragen wird, sieht nun eine stärkere Erforschung und die Überwachung der Großkatzen mittels moderner Technologien vor.

Der Lebensraum der Tiere erstreckt sich über zwölf Länder: Afghanistan, Bhutan, China, Indien, Kasachstan, Kirgistan, die Mongolei, Nepal, Pakistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan. Vertreter dieser Nationen trafen sich im Jänner in Kathmandu, um gemeinsame Maßnahmen zu beschließen.

Bedrohliche Wilderei

Der nun verabschiedete Aktionsplan sieht vor, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz der Tiere zu verbessern. "Auch die Wilderei soll damit entscheidend eingedämmt werden", sagte Georg Scattolin, Artenschutz-Experte der Umweltschutzorganisation WWF. Nicht nur ihr Fell erzielt auf dem Schwarzmarkt hohe Preise – auch die Knochen sind für die Herstellung pseudomedizinischer Präparate in China begehrt.

Der Schneeleoparden-Aktionsplan wird vom WWF in Nepal technisch und finanziell unterstützt. Erarbeitet wurde der Plan mit den Schutzmaßnahmen gemeinsam von Wildtierschutzexperten und den politisch Verantwortlichen der zwölf betroffenen Länder. (APA, red, 5.2.2017)

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    foto: imago
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