Steinberger-Kern weist FPÖ-Kritik an Start-up-Initiative zurück

3. Februar 2017, 13:44
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Frau von Bundeskanzler Christian Kern sei "weder direkt noch indirekt" wirtschaftlich begünstigt

Wien – Eveline Steinberger-Kern, Gründerin der auf Start-up-Initiativen spezialisierten Blue Minds Company und Ehefrau von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), weist FPÖ-Kritik an ihren unternehmerischen Aktivitäten zurück. Steinberger-Kern gehört zu den Unterstützern einer Gruppe, die in Österreich unter dem Namen WeXelerate ein Zentrum für 100 ausgewählte Start-ups schaffen will.

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl ortete deshalb einen Zusammenhang mit den im neuen Regierungsprogramm vereinbarten Verbesserungen und Erleichterungen für Start-up Unternehmen sowie einer Reihe von Vorschlägen in Kerns "Plan A" und stellte die Frage in den Raum, ob es sich um eine "Start-up Initiative von Kern für Steinberger-Kern", handle.

"Kein Geld erhalten"

Steinberger-Kern stellte dazu am Freitag gegenüber der APA klar: "Ich bin Mit-Initiatorin von WeXelerate und werde Teil des Advisory Board, um die Start-ups der Blue Minds Group mit WeXelerate zu vernetzen. Ich engagiere mich bei WeXelerate, ohne Geld zu erhalten." Sie sei "weder direkt noch indirekt" wirtschaftlich Begünstigte an WeXelerate. "Die Anteile an der Blue Minds Solutions GmbH – also jenem Teil der Blue Minds Group, die Consultingaktivitäten abwickelt und sich wie alle Marktteilnehmer auch um öffentliche Förderungen bemüht – habe ich 2016 verkauft, und ich bin daher mit den Aktivitäten dieser GmbH nicht verbunden", so Steinberger-Kern. 2016 wechselte Kern von der Position des ÖBB-Chefs ins Bundeskanzleramt.

Sie sei Unternehmerin und widme sich in dieser Rolle der Transformation klassischer Industrien, seit mehr als einem Jahrzehnt und in verschiedensten Rollen. "Ich habe nicht vor, meine beruflichen Aktivitäten aufzugeben", betonte die Frau des Bundeskanzlers."

Der Ausbau der Digitalisierung sei mittlerweile allgemein anerkannt weltweit einer der wesentlichsten Standortfaktoren. "Die Frage der Digitalisierung und die der Start-ups wurden weder von Christian Kern noch von mir erfunden", erklärte Steinberger-Kern. (APA, 3.2.2017)

  • Eveline Steinberger-Kern, Ehefrau von Bundeskanzler Christian Kern, wolle ihre beruflichen Aktivitäten nicht aufgeben.
    foto: apa/barbara gindl

    Eveline Steinberger-Kern, Ehefrau von Bundeskanzler Christian Kern, wolle ihre beruflichen Aktivitäten nicht aufgeben.

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