Norwegen: 30 Plastiksackerl im Magen eines Wals gefunden

3. Februar 2017, 12:41
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Müll kam bei Obduktion eines Cuvier-Schnabelwals ans Licht

Oslo – Forscher der norwegischen Universität Bergen haben unter anderem 30 Plastiksackerl und jede Menge Mikroplastik im Magen eines Wales gefunden. Das schwer beeinträchtigte Tier musste nach Angaben der Universität am Wochenende auf der Insel Sotra westlich von Bergen getötet werden, nachdem es immer wieder in Richtung Land schwamm.

Da ein Cuvier-Schnabelwal in nördlichen Gewässern eigentlich nicht vorkommt, sollte der über zwei Tonnen schwere Kadaver für das Naturhistorische Museum in Bergen aufbereitet werden. Bei der Obduktion in der marinebiologischen Station der Universität machten die Forscher aber die Entdeckung: Im Magen des Wales befanden sich große Mengen Plastikmüll.

"Der Magensack war voller Plastikmüll mit dänischer und englischer Aufschrift", sagte der Zoologe Terje Lislevand. Die Speckschicht des Tieres sei sehr dünn und sein Darmsystem fast völlig leer gewesen. Das sei ein Zeichen dafür, dass der Meeressäuger abgemagert war. Das Plastik habe vermutlich einen Pfropfen im Magen gebildet. Der Zoologe nimmt an, dass der Wal ziemlich gelitten hat und deshalb ins flache Gewässer gelangte. (APA, 3.2.2017)

  • Der tote Cuvier-Schnabelwal (Ziphius cavirostris) auf Sotra.
    foto: universität bergen

    Der tote Cuvier-Schnabelwal (Ziphius cavirostris) auf Sotra.

  • Grausiger Fund im Magen des Meeressäugers: Jede Menge Plastikmüll.
    foto: universität bergen

    Grausiger Fund im Magen des Meeressäugers: Jede Menge Plastikmüll.

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