Welche Hürden müssen Selbstständige nehmen?

User-Diskussion6. Februar 2017, 06:00
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Einpersonenunternehmen klagen über die Kürzungen beim Krankengeld. Womit kämpfen Sie in Ihrem Kleinunternehmen, und welche Reformen bräuchte es?

Selbstständig sein bedeutet keinen Chef haben, der den Arbeitsalltag bestimmt, freie Zeiteinteilung, aber eben auch Risiko auf sich nehmen, Investitionen tätigen und oftmals auch bürokratische Hürden. Wenn dann noch Krankheit dazukommt, kann das für viele Kleinunternehmer existenzbedrohend werden. Abgesehen von der Arbeit, die liegen bleibt, von Kunden, die vielleicht dadurch verlorengehen, kommt nun auch noch die finanzielle Belastung durch die neue SVA-Regelung hinzu.

Die Ankündigung, das Mindestkrankengeld zu kürzen, sorgt für große Kritik seitens der Versicherten. Demnach soll das Krankengeld für SVA-Versicherte mit Zusatzversicherung von 29,23 Euro auf 8,51 Euro pro Tag gesenkt werden. Zudem müssen Selbstständige 43 Tage überbrücken, da sie erst dann rückwirkend ab dem vierten Tag Krankengeld erhalten. Schon der Betrag von 29,23 Euro wird von einem User als zu gering angesehen:

Die Anzahl der sogenannten Einpersonenunternehmen (EPU) liegt bei 119.500 und ist in den vergangenen Jahren gewachsen, nämlich zwischen 2008 und 2014 um 13 Prozent. Den Grund für den Anstieg sieht dieser User darin, dass immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen:

Für einen User war der Weg in die Selbstständigkeit aus vielen Gründen die falsche Entscheidung:

Mit welchen Hürden sind Sie konfrontiert?

Können Sie die Neuregelung für SVA-Versicherte nachvollziehen? Mit welchen bürokratischen Hürden kämpfen Sie in Ihrem Unternehmen, und wie könnten diese abgebaut werden? Was bräuchte es, damit EPUs weniger existenzgefährdend arbeiten können? (haju, 6.2.2017)

  • Welche Erfahrungen haben Sie als EPU gemacht?
    foto: apa/roland schlager

    Welche Erfahrungen haben Sie als EPU gemacht?

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