Mozilla beerdigt Firefox OS endgültig

3. Februar 2017, 10:58
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Browserhersteller macht für Umsetzung verantwortliche "Connected Devices Group" dicht

Im Jahr 2012 stellte Browserhersteller Mozilla ein eigenes Betriebssystem unter dem Namen Firefox OS vor. Die quelloffene Software war als Alternative zu dem dominierenden Playern, Googles Android und Apples iOS, gedacht. 2013 kamen schließlich die ersten Geräte auf den Markt, mit ZTE, Alcatel, LG, der Deutschen Telekom und der spanischen Telefonica hatte man zum Start einige namhafte Partner an Bord.

Doch der anfängliche Enthusiasmus verpuffte flott. Abseits von ein paar Achtungserfolgen auf Schwellenmärkten gingen das System und die großteils unspektakulären Geräte am Markt unter. Während man 2015 bei Smartphones den Rückwärtsgang einlegte, wollte man Firefox OS stattdessen auf SmartTVs und auch allerlei andere vernetzte Geräte bringen. Doch auch dieser Plan ist nicht aufgegangen. Nun wird die verantwortliche Abteilung geschlossen, berichtet CNet.

Connected Devices Group wird zugesperrt

Die "Connected Devices"-Division schließt ihre Pforten. Rund 50 Mitarbeiter verlieren ihren aktuellen Arbeitsplatz, sollen aber entweder neue Positionen innerhalb des Unternehmens finden oder finanziell unterstützt werden. Auch ihr Chef, Ari Jaaksi, soll vor dem Abgang stehen. Gegenüber The Verge bestätigt Mozilla den Stellenabbau und eine Änderung des Fokus.

Man wolle sich künftig nicht mehr auf die Veröffentlichung und Skalierung kommerzieller Produkte konzentrieren, sondern auf die Erforschung neuer Technologien für vernetzte Geräte setzen. Im IoT-Bereich wittert man großes Potenzial und ist weiterhin bestrebt, dort Fuß zu fassen. (red, 03.02.2017)

  • Das ZTE Open war eines der ersten Firefox-Smartphones am Markt.
    foto: derstandard.at/pichler

    Das ZTE Open war eines der ersten Firefox-Smartphones am Markt.

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