Trump will nach Irans Raketentest "nichts ausschließen"

    2. Februar 2017, 21:04
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    US-Regierung hatte Iran am Mittwoch "verwarnt" – Neue Sanktionen sollen vorbereitet werden

    Washington/Teheran – Nach dem jüngsten Raketentest des Iran lässt US-Präsident Donald Trump offen, wie sein Land darauf reagieren wird. Es sei "nichts ausgeschlossen", sagte der Republikaner am Donnerstag auf die Frage, ob er auch militärische Optionen erwäge. Die Islamische Republik hatte am Wochenende eine Mittelstreckenrakete getestet. Es war die erste derartige Erprobung seit dem Amtsantritt Trumps am 20. Jänner.

    Die US-Regierung hatte den Iran deswegen schon am Mittwoch "verwarnt". Die Führung in Teheran wies die Kritik zurück. Der Iran vertritt die Auffassung, dass ein Raketentest nicht gegen das mit der Staatengemeinschaft vereinbarte Atomabkommen oder die dazu gefasste Resolution des UN-Sicherheitsrates verstoße. Seit Abschluss des Abkommens 2015 hat der Iran mehrere ballistische Raketen getestet.

    Insider: USA verhängen neue Sanktionen

    Die USA bereiten Insidern zufolge neue Sanktionen gegen den Iran vor. Schon am Freitag könnten über 20 iranische Institutionen oder Personen mit Strafmaßnahmen belegt werden, sagten mit dem Vorhaben vertraute Personen am Donnerstag. Gegen rund acht Einrichtungen oder Individuen gebe es Vorwürfe im Zusammenhang mit Terror, gegen 17 weitere in Verbindung mit Raketen.

    Die neuen Sanktionen seien schon länger in Vorbereitung gewesen, sagten die Insider. Der Raketentest habe Trump schließlich mit dazu veranlasst, die Strafmaßnahmen einzuleiten. Von der US-Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme.

    Die neuen Sanktionen könnten der Beginn einer härteren Linie der USA gegenüber der Regierung in Teheran darstellen. Trump hatte schon im Wahlkampf das internationale Atomabkommen mit der Islamischen Republik immer wieder heftig kritisiert. Darin hatte sich der Iran zur Beschränkung seines Atomprogramms bereit erklärt und im Gegenzug die Lockerung von Sanktionen zugesichert bekommen. Aus dem Kreis der Informierten verlautete, die neuen Strafmaßnahmen seien so ausgelegt, dass sie nicht gegen die Nuklearvereinbarung von 2015 verstoßen. (APA/Reuters, 2.2.2017)

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