Französischer Senator Dassault wegen Schwarzgeldkonten verurteilt

2. Februar 2017, 18:40
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91-jähriger Rüstungsunternehmer legt Rechtsmittel ein

Paris – Der französische Senator und Rüstungsunternehmer Serge Dassault ist wegen Schwarzgeldkonten im Ausland verurteilt worden. Ein Gericht in Paris verhängte am Donnerstag eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro gegen den 91-Jährigen. Zudem darf er sich fünf Jahre lang nicht in ein politisches Amt wählen lassen. Dassault will nach Angaben seiner Anwälte gegen das Urteil vorgehen.

Das Gericht hält es für erwiesen, dass Dassault 15 Jahre lang zweistellige Millionensummen vor dem französischen Fiskus versteckte. Seit Bekanntwerden der Affäre hat der Unternehmer 19 Millionen Euro an Steuern nachgezahlt.

Haftstrafe erwogen

Wegen des "Ausmaßes des Betrugs" und seiner langen Dauer erwog das Gericht auch eine Haftstrafe auf Bewährung. Es verzichtete aber wegen des hohen Alters des Angeklagten darauf.

Dassaults Senatoren-Mandat für die konservative Partei Die Republikaner läuft im Herbst aus. Voraussichtlich kann er bis dahin weiter politisch tätig sein, da vorher nicht mit einem Urteil im Berufungsverfahren gerechnet wird.

Zum Firmenimperium Dassaults gehört unter anderem der Konzern Dassault Aviation, der die Kampfflugzeuge Mirage und Rafale herstellt. Zudem besitzt er die Mediengruppe, zu der auch die Zeitung "Le Figaro" gehört. (APA, 2.2.2017)

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