Dornbirn: Leiter der Amtskasse soll in die Kasse gegriffen haben

2. Februar 2017, 17:43
20 Postings

Die Bezirkshauptmannschaft Dornbirn erstattete Anzeige gegen einen früheren Mitarbeiter. Er soll 121.000 Euro veruntreut haben

Dornbirn – Der frühere Leiter der Amtskasse an der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn soll 121.000 Euro veruntreut haben. Wie die Landespressestelle am späten Donnerstagnachmittag mitteilte, soll der Mann zwischen 2010 und 2016 immer wieder Geld abgezweigt worden.

Ein erster Verdacht kam im April 2016 auf, als eine Mitarbeiterin einen Fehlbetrag von 400 Euro feststellte. Die Kontrollabteilung des Landes wurde eingeschaltet, prüfte mehrere Monate und stellte fest, dass der Mann, der für die Buchhaltung verantwortlich war, durch geschickte Manipulationen Geld entwenden konnte. Gegen den Kassenleiter wurde von der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn und dem Amt der Landesregierung Anzeige wegen Veruntreuung erstattet.

Kontrollsystem wird überprüft

Man werde das mehrstufige Kontrollsystem noch engmaschiger gestalten, versichert Bezirkshauptmann Helgar Wurzer. Der Kontrollausschuss des Landtags wird sich mit der Causa beschäftigen, teilte Ausschussobmann Daniel Allgäuer (FPÖ) mit. Die Abgeordneten wollen die Kontrolltätigkeit unter die Lupe nehmen und Verbesserungen des Kontrollsystems diskutieren.

Es ist nicht der erste Fall von Veruntreuung an einer Bezirkshauptmannschaft (BH). 2010 flogen an der BH Feldkirch Malversationen auf, den Rekord hält immer noch die BH Bregenz, wo ein leitender Mitarbeiter 1998 der Veruntreuung von rund 36 Millionen Schilling überführt wurde. (Jutta Berger, 2.2.2017)

Share if you care.