Ford EcoSport: Lade- statt Hubraum

6. Februar 2017, 09:03
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Der Ford EcoSport trägt sich als Familienauto an, frech gelb und mit drei Zylindern

Burgenland/Wien – Was oft ein paar Minuten ausmachen, wenn man vom Speckgürtel nach Wien fährt, ist arg. Mit den Worten "Ham s’ da wieda Briaf ins Auto ghaut?" bat der Nachbar zu früher Stunde um ein fluchend Geleit, drei Runden ums Haus. Eine halbe Stunde später baut sich vor dem EcoSport eine Wand aus roten Lichtern auf.

foto: guido gluschitsch

"Achtung, Stau voraus", mahnt der kleinste SUV von Ford kurz nach dem Stehenbleiben, um wenige Stop&Stau-Kilometer später zu bemerken: "Stau!"

Zu den Schwächen des EcoSport zählt eindeutig die alte Infotainmenteinheit, die wir Ford unlängst beim Fiesta_ST200 noch nachgesehen haben. Aber in einem modernen SUV, der sich mit seinem immensen Stauraum von bis zu 1238 Litern als feines Familienauto anträgt, wünschen wir uns mehr.

foto: guido gluschitsch

Auch die Heckklappe, die seitlich aufschwingt, hat uns nicht überzeugt. Sie braucht viel Platz und viel Schwung zum Schließen.

foto: guido gluschitsch

Begeistert sind wir von dem kernigen Dreizylinder-Turbo-Benziner, der es in der aktuellen Ausbaustufe auf 140 PS bringt. Wenn man die fordert, dann steigt der Verbrauch turbotypisch, hält man sich aber zurück, ist der flotte Dreier erstaunlich sparsam.

Und die Farbe gefiel. Die taugt anscheinend nur dem Nachbarn nicht. (Guido Gluschitsch, 6.2.2017)

foto: guido gluschitsch

Nachlese:

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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