Ellbogenschlag sorgt für Eklat bei Dubai-Tour

2. Februar 2017, 15:55
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Gesamtführender Deutscher Kittel erlitt nach einem Schlag von Astana-Profi Griwko eine Platzwunde – Ukrainer ausgeschlossen

Al Aqah – Ein Eklat wegen einer Attacke auf den Gesamtführenden Deutschen Marcel Kittel hat die dritte Etappe der Dubai-Tour am Donnerstag überschattet. Der 28-jährige Radprofi vom Team Quick-Step Floors musste während des Rennens wegen einer Platzwunde am linken Auge versorgt werden und sagte später, dass der ukrainische Astana-Fahrer Andrej Griwko ihm einen Schlag mit dem Ellbogen verpasst habe. Er forderte nach dem Rennen, bei dem er auf Rang elf fuhr, die Disqualifikation des Ukrainers und eine sechsmonatige Sperre.

"Ich werde keine Entschuldigung dafür annehmen. Das hat nichts mit Radsport zu tun. Was Griwko getan hat, ist eine Schande für unseren wundervollen Sport", schrieb Kittel am Nachmittag auf Twitter mit einem Foto von seinem blutenden Gesicht. Zuvor war Griwko von den verbleibenden zwei Etappen in Dubai ausgeschlossen worden. Der Astana-Rennstall entschuldigte sich beim Deutschen. Trotz des Vorfalls behielt Kittel, der die ersten beiden Teilstücke am Dienstag und Mittwoch für sich entschieden hatte, das Blaue Trikot.

Er führt die Gesamtwertung acht Sekunden vor dem Niederländer Dylan Groenewegen (Team LottoNL-Jumbo) an. Weitere zwei Sekunden dahinter liegt John Degenkolb, der dank seines ersten Sieges für sein neues Team Trek-Segafredo (mit Michael Gogl) am Donnerstag von Platz zwölf auf drei kletterte. "Ich bin sprachlos und einfach nur glücklich. Heute gibt es Champagner!", sagte Degenkolb. Ein Sandsturm in der ersten Rennphase hatte das Feld geteilt. Kittel und Degenkolb schafften nach Abflauen des Windes wieder den Anschluss an die Spitzengruppe. (sid, APA, red, 2.2.2017)

  • Marcel Kittel hat den Angriff gut überstanden.
    foto: ap/matteo bazzi

    Marcel Kittel hat den Angriff gut überstanden.

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