Muslime demonstrieren gegen geplante Verbote

2. Februar 2017, 14:21
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Mehrere Organisationen sehen Menschen- und Minderheitenrechte in Gefahr

Wien – Islam-Vertreter wollen gegen das von der Regierung geplante Integrationspaket protestieren. Für eine Demonstration am Samstag in Wien haben sich die Muslimische Jugend, das Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft sowie die Dokustelle Muslime zusammengeschlossen. Dabei gehe es nicht nur um das Kopftuchverbot, sondern auch um Menschen- und Minderheitenrechte, heißt es in der Ankündigung auf Facebook. "Diese Maßnahme zeigt, welchen autoritären populistischen Regierungsstil die österreichische Politik angenommen hat. Bewusst werden Minderheiten und Frauen an den Rand der Gesellschaft gedrängt", heißt es in der Einladung zur Demo.

Bei den Regierungsplänen handle es sich "de facto um Berufsverbote" ausschließlich für Frauen, die einer religiösen Minderheit angehören. "Wieder einmal wollen Männer über Frauen und ihre Körper bestimmen. Das weisen wir entschieden zurück", heißt es weiter. Die muslimischen Organisationen rufen "die österreichische Zivilgesellschaft dazu auf, sich zu solidarisieren und Widerstand gegen solch eine 'Integrations'-Maßnahme zu leisten". Beginn ist am Samstag um 13.30 Uhr auf dem Platz der Menschenrechte in Wien-Neubau. Der Zug geht weiter über den Ring auf den Ballhausplatz und endet am Minoritenplatz. (APA, 2.2.2017)

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