Sabitzer: "Der Druck liegt bei denen"

2. Februar 2017, 12:04
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Vizemeister Borussia fehlen vor Schlager am Samstag elf Punkte auf Aufsteiger Leipzig

Leipzig – Leipzig-Legionär Marcel Sabitzer geht gelassen in das Duell mit Borussia Dortmund. "Die wollen in die Champions League und müssen gewinnen, um an uns dranzubleiben. Der Druck liegt bei denen", sagte der 22-Jährige der "Bild"-Zeitung vor dem Spiel am Samstag (18.30 Uhr).

Während der bisher stark spielende Aufsteiger als Tabellenzweiter nur drei Punkte hinter Bayern München liegt, hat Vizemeister Dortmund als Vierter schon elf Zähler Rückstand auf Leipzig.

Sabitzer lässt die Stimmung im Signal-Iduna-Park kalt

Sabitzer, der zuletzt beim 2:1-Heimsieg gegen Hoffenheim den Siegestreffer erzielte, hat auch keine Ehrfurcht vor der Kulisse von über 81.000 Fans im Signal-Iduna-Park. "Die Fans sind ja dafür bekannt, dass sie mächtig Stimmung machen. Aber am Ende geht's um Fußball. Mich beeindruckt das Drumherum null. Der Ball ist rund, die Tore eckig", erklärte der Teamspieler. Für Sabitzer ist es "krass, dass wir den Bayern so am Rockzipfel hängen. Die haben sicher Respekt vor uns. Aber München ist für uns meilenweit entfernt."

Eine Qualifikation des Teams von Coach Ralph Hasenhüttl für die Königsklasse wäre für Sabitzer keine Überraschung. "In der Champions League spielen die besten Spieler Europas. Da weht ein anderer Wind. Aber wenn du in Deutschland spielst, dann kann dich nicht mehr viel überraschen", so der ÖFB-Legionär. "Die einzige Änderung ist eigentlich nur, dass man unter der Woche ein Spiel mehr hat."

Hasenhüttl: "Wenn es uns nicht gäbe..."

Nach Ansicht von Hasenhüttl liegt es allein an RB Leipzig, dass die deutsche Bundesliga nicht wie in den vergangenen Jahren in Langeweile versinkt. "Wir sind allein auf weiter Flur, die da vorne an den Bayern dran sind. Wenn es uns nicht gäbe, wäre die Bundesliga wohl schon im März wieder entschieden", sagte er am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

Dass der derzeitige Erfolg Begehrlichkeiten von anderen Klubs an den RB-Spielern weckt, lässt Hasenhüttl kalt. "Über die Tatsache, was wird, wenn wir uns weiter so in den Blickpunkt spielen, darüber machen wir uns überhaupt keine Gedanken", meinte der 49-jährige Steirer.

"Wir sind vielleicht noch nicht so der ganz große Name, aber wahrscheinlich mit der spannendste Verein, den es europaweit derzeit gibt", betonte Hasenhüttl und ergänzte: "Es ist schön, neue Geschichte zu schreiben. Das merkt man bei den Jungs, die sind heiß drauf und das soll gerne noch lange so sein."

Leverkusen ohne Dragovic und Hernandez

Der Tabellenneunte Bayer Leverkusen muss am Freitagabend (20.30 Uhr) bei Abstiegskandidat Hamburg weiter auf Innenverteidiger Aleksandar Dragovic verzichten. Der 25-Jährige laboriert noch immer an seiner Sehnenverletzung im linken Oberschenkel. Auch Torjäger Javier Hernandez fällt wegen eines Faserrisses in den Adduktoren aus.

Kapitän Lars Bender trainiert zwar nach einer komplizierten Fußverletzung wieder mit der Mannschaft, soll aber schonend aufgebaut werden. Eine Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Verteidiger Benjamin Henrichs, der über Rückenprobleme klagt. Neuzugang Leon Bailey könnte dagegen im Kader stehen, kommt aber laut Trainer Roger Schmidt noch nicht für die Startelf infrage. (APA, 2.2.2017)

  • Marcel Sabitzer: "Krass, dass wir den Bayern so am Rockzipfel hängen."
    foto: apa/afp/schluter

    Marcel Sabitzer: "Krass, dass wir den Bayern so am Rockzipfel hängen."

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