EM-Ausschüttung: Austria kassiert in Österreich am meisten

Infografik2. Februar 2017, 14:25
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Insgesamt naschen sechs ÖFB-Teams am Topf mit, am meisten Geld fließt nach England

Wien – Der Europäische Fußballverband hat 150 Millionen Euro Abstellungsgebühren für die EM 2016 (Endrunde und Qualifikation) an 641 Klubs ausgeschüttet. Vereine in 54 Ländern (100 Ligen) profitierten von den Geldern, die für die Bereitstellung der Spieler gezahlt werden. Das geht aus den Zahlen hervor, die die europäische Klubvereinigung ECA am Donnerstag veröffentlicht hat.

In Österreich kassiert die Austria den größten Anteil (250.700 Euro). Dahinter folgen Rapid (231.952 Euro) und Salzburg (194.119 Euro). Insgesamt werden den österreichischen Vereinen 780.576 Euro ausbezahlt. Neben den Wiener Traditionsklubs und Salzburg kassieren auch Sturm Graz (64.418) und die SV Ried (30.643). Der SV Mattersburg erhielt als sechster österreichischer Profiteur noch knapp 8.800 Euro.

50 Millionen für Quali, 100 Millionen für Endrunde

Bei der EM selbst waren mit Robert Almer (Austria) und dem Slowaken Jan Novota (Rapid) nur zwei Akteure aus der Bundesliga dabei. Für die Qualifikationsphase alleine vergab die Uefa jedoch 50 Millionen Euro – unabhängig davon, ob sich das betreffende Nationalteam auch für Frankreich qualifizierte.

Für die Endrunde werden zusätzliche 100 Millionen Euro ausgeschüttet. Je länger ein Spieler im Turnier ist, desto mehr zahlt die Uefa. Spitzenklubs laut Uefa-Ranking werden dabei bessergestellt und kassieren mehr.

England hält das Börserl auf

Über den größten Batzen (3,48 Millionen Euro) konnte sich Juventus Turin freuen. Hinter den englischen Klubs FC Liverpool (3,39 Millionen), Tottenham Hotspur (3,07 Millionen) und Manchester United (3,0 Millionen) landete Bayern München auf Platz fünf der Liste. Die Deutschen erhielten 2,9 Millionen Euro.

Spitzenreiter im Ländervergleich ist England. An 60 Klubs von der Insel wurden 38,33 Millionen Euro ausgezahlt. Dahinter folgen Deutschland (18,48 Millionen) und Italien (15,83 Millionen).

"Die Klubs investieren große Mittel in die Ausbildung der Spieler, die ihren Beitrag zum sportlichen und finanziellen Erfolg der Nationalmannschaft leisten", sagte Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, nebenbei Chef der ECA. "Deshalb ist es wichtig und fair, die Vereine für die Abstellung zu belohnen."

Schon jetzt steht fest, dass die Klubs für die paneuropäische EM-Endrunde 2020 mindestens 200 Millionen Euro erhalten werden. (sid, APA, red, 2.2.2017)

  • Robert Almer bringt seinem Arbeitgeber Geld.
    foto: apa/afp/martin bureau

    Robert Almer bringt seinem Arbeitgeber Geld.

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