Abschreibung im Filmgeschäft drückte Sony-Gewinn

2. Februar 2017, 10:33
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Firma erwartet im Gesamtjahr deutlich weniger Gewinn – Quartalsumsatz um 14 Prozent eingebrochen

Die riesige Abschreibung im Filmgeschäft schlägt bei Sony voll auf das Jahresergebnis durch. Der japanische Elektronik-Konzern strich die Gewinnprognose für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr von 60 auf 26 Mrd. Yen (213 Mio. Euro) zusammen.

Sony hatte die massive Wertberichtigung in Hollywood in Höhe von 112,1 Mrd. Yen vor allem mit dem unerwartet starken Schrumpfen des Heimvideo-Marktes und schlechteren Aussichten im Kinogeschäft erklärt.

"Hotel Transsilvanien 2" und James Bond

Im dritten Quartal waren die Erlöse in Hollywood im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 225,2 Mrd. Yen gesunken. Ein Jahr davor hatten noch Hits wie der James-Bond-Film "Spectre" und der animierte Streifen "Hotel Transsilvanien 2" für einen Schub gesorgt.

Auch in den meisten anderen Sony-Bereichen lief es zuletzt nicht rosig. In der Smartphone-Sparte fiel das operative Ergebnis um 12 Prozent auf 21,2 Mrd. Yen. Und das obwohl der Konzern bereits einen Fokus auf lukrativere Premium-Modelle gesetzt hatte und die günstigeren Wechselkurse einen positiven Beitrag von gut 12 Mrd. Yen leisteten.

Doch während der gewollten Aufgabe des Geschäfts mit günstigeren Modellen sanken die Verkäufe in Europa insgesamt. Der Umsatz der Sparte fiel um über 35 Prozent auf 248,6 Mrd. Yen. Sony verkaufte im vergangenen Quartal noch 5,1 Millionen Smartphones nach 7,6 Millionen ein Jahr zuvor.

9,7 Millionen Playstation-4-Konsolen

Das lange und aufwendig sanierte Heimelektronik-Geschäft schrumpfte um gut 12 Prozent auf 353,4 Mrd. Yen. Sony versucht auch hier, in einem insgesamt schwachen Markt mit dem Fokus auf teurere Modelle gegenzusteuern. Das operative Ergebnis der Sparte fiel um 16,7 Prozent auf 25,9 Mrd. Yen.

Ein Lichtblick war das Spiele-Geschäft mit der Playstation. Der Umsatz legte um 5,2 Prozent auf 617,7 Mrd. Yen zu. Das operative Ergebnis sprang sogar um fast ein Viertel auf 50 Mrd. Yen. Sony verkaufte im Weihnachtsgeschäft 9,7 Millionen Playstation-4-Konsolen nach 8,4 Millionen im Vorjahr.

Insgesamt sank der Konzernumsatz im Ende Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um 7,1 Prozent auf knapp 2,4 Billionen Yen. Der Gewinn sackt wegen der Abschreibung im Filmgeschäft auf 19,6 Mrd. Yen ab, von gut 120 Milliarden Yen ein Jahr zuvor. Sony-Chef Kazuo Hirai will jetzt selbst mehr Zeit in Hollywood verbringen, um sich ein besseres Bild von dem Geschäft zu machen, und einen neuen Spitzenmanager für die Studios zu suchen. Der langjährige Chef Michael Lynton hatte das Unternehmen vor einigen Wochen verlassen. (APA, 2.2. 2017)

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