Nintendo Switch: Kosten für Onlineservice genannt, VR angedacht

2. Februar 2017, 10:38
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Nintendos Multiplayer-Dienst scheint günstiger zu werden als PS Plus und Xbox Live Gold

Nintendo-Präsident Tatsumi Kimishima hat sich erstmals zu den Kosten für den neuen Onlineservice geäußert, den Spieler der am 3. März erscheinenden Konsole Switch für Online-Multiplayer-Spiele abonnieren können werden. Demnach werden Kunden in Japan zwischen 2000 und 3000 Yen für ein Jahresabo lockermachen müssen – umgerechnet sind das 16 bis 25 Euro.

Wie viel der Dienst in Europa und den USA kosten wird, wollte man im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung Nikkei allerdings nicht verraten. Wie es scheint, dürfte Online-Gaming auf der Switch aber günstiger werden als auf den Konkurrenzkonsolen PS4 und Xbox One. Hier werden zwischen 50 und 60 Euro pro Jahr verlangt.

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Pro & Kontra: Nintendo Switch

Offene Fragen

Kimishima zufolge soll die Gebühr den Betrieb der Server für Downloads und Multiplayer-Partien finanzieren. Dass man unter den Preisen für PS Plus und Xbox Live Gold starten wird, dürfte auch daran liegen, dass Kunden beim neuen Nintendo-Dienst keine so umfangreichen Boni erhalten sollen. Während Playstation- und Xbox-Spieler für ihre Abos regelmäßig aktuelle Games erhalten, sollen Nintendo-Abonnenten lediglich zwischen einem alten NES- oder SNES-Spiel pro Monat wählen können.

Viele Details zum Online-Service sind zudem noch ungeklärt. Zur Switch-Erstvorstellung sagte der Konzern, dass man einige Features erst im Lauf des Jahres herausbringen werde. Dazu gehöre eine Smartphone-App, über die man den Game-Chat und das Match-Making für Switch-Spiele nutzt. Bei Playstation und Xbox wird diese Funktionalität integriert angeboten.

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Wir spielen "Resident Evil 7" mit Playstation VR.

VR angedacht

Im Gespräch mit Nikkei ging Kimishima zudem auf einen möglichen Virtual-Reality-Einsatz für die Nintendo Switch ein. Den Aussagen zufolge forsche man selbst an der Technologie und ist sehr interessiert daran. Allerdings werde man VR auf der Switch erst ermöglichen, "wenn man es für Stunden problemlos spielen kann".

Kimishima dürfte dabei auf diverse Nebenwirkungen wie Schwindel und Übelkeit anspielen, die VR-Games bei manchen Anwendern auslösen können. Wie man VR auf der vergleichsweise schwachen Hardware der Switch implementieren will, verriet er jedoch nicht. Dass VR mittlerweile auch bei ausgewachsenen Konsolen-Blockbustern ausgezeichnet funktionieren kann, bewies unterdessen das im Jänner erschienene Horrorspiel "Resident Evil 7: Biohazard". (zw, 2.2.2017)

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    foto: zsolt wilhelm
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