OnePlus 3T "frisiert": Hersteller bei Benchmark-Schummelei erwischt

    2. Februar 2017, 09:42
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    Hersteller verspricht Vorgehensweise bei nächstem Update des Betriebssystems zu ändern

    Einige Unternehmen schönen ihre Bilanzen, andere die Benchmark-Ergebnisse ihrer Smartphones. Bei den Leistungstests kann getrickst werden, indem die Taktung der Prozessoren künstlich erhöht wird, sobald bestimmte Benchmark-Apps ausgeführt werden. Bei dieser Praxis wurde nun auch der chinesische Hersteller OnePlus ertappt.

    Benchmark-Modus für bestimmte Apps

    Aufgefallen ist die Schummelei bei XDA-Developers. Die Entwickler haben beim Android-Smartphones OnePlus 3T eine höhere Taktung der Kerne bei gewissen Benchmark-Apps bemerkt, was bei anderen Geräten mit dem gleichen Prozessor (Qualcoms Snapdragon 821) nicht der Fall war. Nach einigen Tests fanden sie heraus, dass das Smartphone in einen Benchmark-Modus schaltet, wenn die Apps Geekbench, AnTuTu, Androbench, Quadrant, Vellamo oder GFXBench gestartet werden.

    OnePlus hat das Vorgehen gegenüber XDA-Developers bestätigt. In einem Statement teilte das Unternehmen mit, dass man für Apps mit hohen Leistungsanforderungen – insbesondere bei der Grafik – "bestimmte Mechanismen" implementiert habe, die dazu führen, dass der Prozessor mit höherer Taktrate arbeitet. Derzeit ist das auch bei Benchmark-Apps der Fall. Mit dem kommenden Update des Betriebssystems OxygenOS für das OnePlus 3 und OnePlus 3T soll das allerdings geändert werden.

    Vor einigen Jahren waren zahlreiche Hersteller dabei erwischt worden, dass sie die Benchmark-Ergebnisse ihrer Smartphones auf diese Art und Weise frisieren. Besonders Samsung war dafür scharf kritisiert worden. Inzwischen dürfte sich das Unternehmen von dieser Praxis jedoch verabschiedet haben. (red, 2.2.2017)

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