Nokia spart sich durch die Marktflaute

2. Februar 2017, 08:38
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Gewinn im Schlussquartal 2016 höher als erwartet

Helsinki – Der Netzwerkausrüster Nokia kommt dank seines Sparkurses besser als erwartet durch die Marktflaute. Auch die Übernahme von Alcatel-Lucent verhilft den Finnen zu Gewinn. Im vierten Quartal verdiente das Unternehmen nach Angaben vom Donnerstag zwar mit 940 Millionen Euro gut ein Viertel weniger als vor Jahresfrist. Von Reuters befragte Analysten hatten jedoch mit einem noch größeren Rückgang gerechnet. Zudem fiel die Gewinnmarge höher aus als erwartet. Auch für das laufende Jahr sieht Nokia-Chef Rajeev Suri sein Unternehmen gut gerüstet.

Wie die Rivalen Ericsson und Huawei macht Nokia zu schaffen, dass in den Industrieländern viele Mobilfunkprojekte abgeschlossen sind und der Übergang zur nächsten Generation 5G wohl frühestens 2020 ansteht. Der als Handy-Pionier bekanntgewordene Konzern war bereits vor Ericsson auf einen Sparkurs umgeschwenkt, um sich gegen Umsatzrückgänge zu wappnen. Dazu wurden Tausende Stellen gestrichen, um bis 2018 jährlich 1,2 Milliarden Euro zu sparen. (Reuters, 2.2.2017)

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