Gewinn von Uhrenkonzern Swatch bricht ein

2. Februar 2017, 07:35
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Niedrigere Touristenzahlen und Russland-Sanktionen belasten

Biel – Die Konsumflaute hat dem Uhrenhersteller Swatch das vergangene Jahr vermiest. Der Gewinn des Weltmarktführers brach um 47 Prozent auf 593 Millionen Franken (555,24 Mio. Euro) ein. Der Umsatz sank um 10,6 Prozent auf 7,55 Milliarden Franken, wie Swatch am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit einem Gewinn von 653 Millionen Franken und einem Erlös von 7,72 Milliarden Franken gerechnet.

Für das laufende Jahr gibt sich die Westschweizer Firma, zu deren Sortiment Nobelmarken wie Blancpain, Omega oder Glashütte, aber auch günstige Plastikuhren der Kernmarke Swatch gehören, deutlich positiver. Angesichts der positiven Entwicklung der vergangenen drei Monate verspreche 2017 ein Jahr mit gesundem Wachstum zu werden.

Weniger Touristen

Das Swatch-Ergebnis wurde belastet durch generell deutlich niedrigere Touristenzahlen 2016 in Europa. Vor allem aus China kamen weniger Touristen wegen neuer gesetzlicher Einreisebestimmungen mit biometrischen Visa, wie Swatch in einer Mitteilung schreibt. Zudem hätten Sanktionen seitens Europa und den USA gegenüber Russland zu einer massiven Reduktion von Besuchern aus dieser Region geführt.

Das Brexit-Votum führte hingegen zu einem zweistelligen Umsatzwachstum in Lokalwährungen in Großbritannien. Allerdings auch zu einer geringeren Marge infolge der Verkaufspreise im abgewerteten Pfund und Einkaufspreisen im teuren Franken.

Das Segment Uhren und Schmuck habe in den Monaten November, Dezember und Januar insbesondere in China ein sehr gutes Wachstum gezeigt. Das habe zu einer substanziellen Verbesserung der operativen Marge geführt. In Anbetracht dieser positiven Entwicklung sei im Jahr 2017 mit einem gesunden Wachstum zu rechnen. (Reuters, 2.2.2017)

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