Türkei schränkt Berichterstattung bei Terroranschlägen ein

1. Februar 2017, 23:17
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Reporter und Nachrichtensprecher dürften nicht "übertrieben" über den Vorfall berichten

Istanbul/Ankara – Die türkische Rundfunkbehörde (RTÜK) schränkt die Berichterstattung unter anderem über Terroranschläge drastisch ein. Eine entsprechende Anordnung lag am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur vor. Do dürfen demnach keine Bilder vom Tatort mehr gesendet werden, die die Tat zeigen oder nach dem Anschlag aufgenommen wurden.

Außerdem sind Aufnahmen von Rettungswagen, Feuerwehr und Polizeiautos verboten. Zeugenaussagen vor laufender Kamera sind ebenfalls untersagt. Reporter und Nachrichtensprecher dürften nicht "übertrieben" über den Vorfall berichten, heißt es.

Die Behörde habe dazu Anfang der Woche ein Treffen mit Vertretern von Fernsehsendern auf Anordnung des Ministerpräsidenten einberufen, berichtete die Zeitung "Cumhuriyet" am Mittwoch.

Es sei außerdem untersagt, "ständig" die übliche Berichterstattung "zu unterbrechen", um über den Terroranschlag zu berichten. Verboten seien Berichte, die "Angst, Panik und Chaos beim Volk hervorrufen und den Absichten der Terrororganisationen dienen könnten". (APA, 1.2.2017)

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