Warum gescheiterte Unternehmer bei Geldgebern gefragt sind

5. Februar 2017, 15:00
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Investoren setzen auf Gebrüder Stitch und DiTech-Gründer Izdebski, die schon mal pleite waren

Wien – Ob die Jeansmanufaktur der Gebrüder Stitch oder DiTech-Gründer Damian Izdebski – nach einer unternehmerischen Bruchlandung versuchen sie, wieder ins Geschäft zu kommen. Finanzielle Unterstützung kommt von sogenannten Business Angels, also Privatpersonen, die Gründern mit Geld und Erfahrung unter die Arme greifen. Zusätzlich soll jeweils eine Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform Conda weitere Mittel hereinspülen.

"Es war der größte Kampf meines Lebens", berichtet Moriz Piffl von den Gebrüdern Stitch über den gescheiterten ersten Anlauf. Um diese Lektion bereichert, fühlt er sich diesmal nach Vereinfachungen der Organisations- und Gesellschafterstrukturen auf dem "deutlich sichereren Weg." Diesmal mit an Bord ist Business Angel und Conda-Aufsichtsrat Niko Alm, der über die gewonnenen Erfahrungen sagt: "Ich bin froh, dass ihnen der Bauchfleck passiert ist."

Einen zweiten Anlauf hat auch Izdebski mit seiner neuen Firma Techbold unternommen. Das IT-Unternehmen beschäftigt 30 Personen und hat seit der Gründung vor eineinhalb Jahren fast fünf Millionen Euro umgesetzt. Mit Geld und Rat steht Business Angel Hansi Hansmann zur Seite: "Ein gescheiterter Gründer, der es nochmals probiert, hat unendlich viele Vorteile." Eine Erfolgsgarantie stellt dies aber freilich nicht dar. (Alexander Hahn, 5.2.2017)

  • Unternehmer tun sich nach einem finanziellen Crash leichter, ein zweites Startup – sinnbildlich durch eine ULA Atlas V Rakete dargestellt – dauerhaft in die Höhe zu bekommen.
    foto: reuters

    Unternehmer tun sich nach einem finanziellen Crash leichter, ein zweites Startup – sinnbildlich durch eine ULA Atlas V Rakete dargestellt – dauerhaft in die Höhe zu bekommen.

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