Aktion gegen schlechte Arbeitsbedingungen von Lkw-Fahrern in Europa

1. Februar 2017, 14:17
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Leichtfried: "Müssen Lohn- und Sozialdumping bei Lkw-Lenkerinnen und -Lenkern einen Riegel vorschieben"

Wien – Vier von fünf Lkw-Fahrern kochen täglich im Lkw, 70 Prozent von ihnen waren seit über zwölf Wochen nicht zu Hause, kritisierte kürzlich die Verkehrsgewerkschaft Vida auf Basis einer Befragung von 1.000 Transitfahrern aus Südosteuropa. Nun soll ein europäischer Schulterschluss für eine Verbesserung sorgen.

Österreich hat gemeinsam mit acht weiteren europäischen Staaten ein Bündnis für faire Arbeitsbedingungen auf Europas Straßen gegründet. Am Dienstag wurde dafür in Paris ein Memorandum unterzeichnet. Ziel ist, die Kontrollen zu verschärfen und besser abzustimmen, um Verstöße gegen die Sozial- und Sicherheitsvorschriften zu verhindern.

"Wir müssen dem Lohn- und Sozialdumping bei Lkw-Lenkerinnen und -Lenkern einen Riegel vorschieben", sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ). Vida-Experte Karl Delfs: "Mit dem neuen Abkommen können wir dem Abwärtstrend bei Sozialem und Entlohnung im Transportwesen endlich effektiv entgegenwirken."

Zufrieden sind auch die österreichischen Frächter, wenn auch mit einem anderen Schwerpunkt: Sie erhoffen sich dadurch eine Eindämmung der illegalen Gewerbeausübung durch Billigkonkurrenz. (APA, 1.2.2017)

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