Volle Pulle: Was Wolfgang Sobotka vom Männersender lernen kann

1. Februar 2017, 14:01
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Er "orientiere sich an der Arbeit", sagte der Innenmnister im "Report", auf Dmax zeigten Monstertruck-Fahrer, was sie darunter verstehen

Ist die jüngste Regierungskrise überwunden? Kein anderer könnte besser geeignet sein, darauf Antworten zu geben, als Innenminister Wolfgang Sobotka. Bei Susanne Schnabl im ORF-"Report" erfüllte der von Niederösterreichs Gnaden entsandte ÖVP-Politiker denn auch alle Erwartungen. Mit den eisigen Außentemperaturen angepasstem Frostgrinser schasselte er Schnabl Frage um Frage kühn ab. Ja oder Nein war nicht. Nur so viel war zu erfahren: "Ich orientiere mich an der Arbeit."

Es ergibt Sinn, sich auf das eigene Betätigungsfeld zurückzuziehen und mit Entschlossenheit aktiv zu werden. Es braucht, um im Politjargon zu bleiben, mehr Orientierung und Aktion. Ein gutes Beispiel geben da neben dem Innenminister etwa die Mannen des Männersenders Dmax ab. Mehr Aktion als dort geht wirklich nicht. Hier passiert tagtäglich Großes. In "Full Pull" zum Beispiel ziehen selbstkonstruierte Monstertraktoren mit bis zu 8.000 PS, Auspuffen, so groß wie Fabrikschornsteine, und Motoren aus der Kriegs- und Flugzeugindustrie einen bis zu 24 Tonnen schweren Bremswagen hundert Meter weit. Eine Bewegung, die sinnbildlich gesprochen der Größenordnung der Zusammenarbeit dieser Koalition entspricht, die in wesentlichen Details aus Ziehen und Bremsen besteht.

Mit Höflichkeit und Herumreden geht da nichts, den Grinser kann man sich sonst wo denken. Krisen werden mit nüchterner Entschlossenheit angegangen, ganze Flammwände gelöscht. "Dass es immer so scheiße ist und gar nix geht, da frag ich mich schon, warum", sagt Thomas Kaiser. Danach wird geschraubt, gebohrt, gefräst und ein neuer Anlauf genommen. Es könnte einfach sein. (Doris Priesching, 1.2.2017)

  • Wolfgang Sobotka bei Susanne Schnabl im "Report".
    foto: screenshot / orf tvthek

    Wolfgang Sobotka bei Susanne Schnabl im "Report".

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