"Erbärmlich und diskriminierend": Spielhersteller Insomniac stellt sich gegen Trumps Einreisesverbot

1. Februar 2017, 12:00
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"Ratchet & Clank"-Entwickler nennt Entscheidung des Präsidenten "unamerikanisch"

Donald Trumps Entscheidung zu einem Einreiseverbot für Menschen aus sieben vorwiegend muslimischen Ländern sorgt weltweit für Empörung. Auch innerhalb der traditionell multikulturellen Videospielbranche regt sich Widerstand. Das Entwicklerstudio Insomniac Games hat sich in einem Video nun ganz offiziell gegen das Verbot ausgesprochen.

insomniac games
Ein Appell an die Menschlichkeit

Amerika – eine Nation aus Immigranten

In dem Youtube-Video, das von den Machern der "Ratchet & Clank"-Serie veröffentlicht wurde, nennt CEO Ted Price den Entschluss des Präsidenten eine erbärmliche und diskriminierende Aktion.

"Wir von Insomniac Games stehen geschlossen gegen Präsident Trumps Einreiseverbot", sagt Price, während hinter ihm die Mitarbeiter der Firma zu sehen sind. "Es steht außer Frage, dass diese Anweisung uns als Unternehmen und vielen unserer Teammitglieder schaden wird. Deshalb fragen wir: Ist das die amerikanische Art? Ist Diskriminierung aufgrund von Religion oder Herkunft amerikanisch? Auf keinen Fall. Das ist eine erbärmliche und diskriminierende Aktion, von der wir und viele andere im ganzen Land glauben, dass sie eindeutig verfassungswidrig ist. Wir waren, wir sind und wir werden immer eine Nation aus Einwanderern sein."

Fünfjähriger wurde am Flughafen festgehalten

Vor kurzem wurde ein Fall bekannt, bei dem ein fünfjähriger Bub mit iranischer Abstammung vier Stunden lang am Flughafen Dulles von den Behörden festgehalten wurde. Präsidentensprecher Sean Spicer meinte dazu nur, dass es irreführend und falsch sei, wenn angenommen wird, dass allein aufgrund des Alters oder des Geschlechts einer Person keine Gefahr von ihr ausgehen könnte.

Trump hat verfügt, dass Bürger aus den Ländern Iran, Irak, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan und Syrien 90 Tage lang keine Visa erhalten. Auch Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft aus einem dieser Staaten können betroffen sein. (rhe, 1.2.2017)

  • Ted Price mit den Mitarbeitern von Insomniac Games.
    foto: youtube/insomniac games

    Ted Price mit den Mitarbeitern von Insomniac Games.

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