Wii U geht als unpopulärste Nintendo-Konsole in die Geschichte ein

1. Februar 2017, 11:30
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Fokus auf Handy-Games und Hybridkonsole Switch sollen wieder größere Gewinne bescheren

Die Wii U konnte sich in ihrer Laufbahn von Ende 2012 bis heute lediglich 13,5 Millionen Mal verkaufen, dies gab Hersteller Nintendo im Zuge seines jüngsten Quartalsberichts bekannt. Damit geht die Wii-Nachfolgerin als bislang unpopulärste Nintendo-Konsole in die Geschichte ein.

Auch die Softwareverkäufe blieben deutlich unter dem bisherigen Konsolenschnitt zurück: Lediglich 96,5 Millionen Spiele wurden für die Wii U verkauft. Bisher hatte noch jede Heimkonsole des japanischen Unternehmens mehr als 200 Millionen Games abgesetzt. Mit der Einstellung der Hardware-Produktion wurde bereits im Dezember begonnen, "Zelda: Breath of the Wild" wird das letzte Nintendo-Game für die Konsole. Von den zehn bestverkauften Wii-U-Spielen übertraf keines die 10-Millionen-Marke:

  1. Mario Kart 8 – 8,26 Millionen
  2. New Super Mario Bros U – 5,62 Mio.
  3. Super Mario 3D World – 5,47 Mio.
  4. Nintendo Land – 5,16 Mio.
  5. Super Smash Bros. for Wii U – 5,16 Mio.
  6. Splatoon – 4,76 Mio.
  7. Super Mario Maker – 3,89 Mio.
  8. New Super Luigi U – 2,89 Mio.
  9. The Legend of Zelda: The Wind Waker HD – 2,11 Mio.
  10. Mario Party 10 – 2,04 Mio.
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"Super Mario Run" im Test.

Wende mit Handyspielen

Für rosigere Zeiten sollen künftig vermehrt Smartphone-Games sorgen. Nach den Erfolgen von "Super Mario Run" und "Pokémon Go" will man künftig nun zwei bis drei neue Handyspiele pro Jahr herausbringen. "Super Mario Run" wurde seit der Veröffentlichung im Dezember bereits 78 Millionen Mal heruntergeladen, wenngleich nur fünf Prozent der Nutzer bereit dazu waren, 10 Dollar für die Vollversion des Spiels zu zahlen. "Pokémon Go", an dem Nintendo über Anteile an der Pokémon Company nur begrenzt beteiligt ist, konnte wiederum so schnell wie noch kein anderes Handyspiel seit dem Start vergangenen Juli eine Milliarde Dollar umsetzen.

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Pro & Kontra: Nintendo Switch

Hoffnungsbringer Switch

Gleichzeitig will Nintendo sein schwächelndes Konsolengschäft mit der neuen Hybridspielkonsole Switch auf Vordermann bringen. Mit der Switch kann man sowohl unterwegs als auch über eine Dockingstation am Fernseher spielen. Branchenbeobachter sehen das als Versuch, Nintendos bislang getrennte Heim- und Handheld-Konsolen-Sparten zu vereinen und damit die eigenen Ressourcen zu bündeln. Denn ob der Popularität von Smartphone-Spielen verkaufte sich auch Nintendos aktuelle Handheld-Konsole 3DS deutlich schlechter als ihre Vorgängerin DS. Ob die Nintendo Switch den Markt erobern können wird, bleibt ob der starken Konkurrenz seitens PlayStation und Xbox dennoch abzuwarten. Der Marktstart erfolgt am 3. März, der Kaufpreis liegt bei 329 Euro. (zw, 1.2.2017)

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    foto: ap photo/jae c. hong
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