14 Frauen, 13 Männer

1. Februar 2017, 10:39
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16 WM-Debütanten sind in Sankt Moritz mit von der Partie, nicht dabei sind Görgl, Kröll, Striedinger, Digruber. Sechs bis acht Medaillen sind Schröcksnadels Zielvorgabe

St. Moritz/Wien – Gleich 16 Debütanten hat der Österreichischen Skiverband am Mittwoch für die alpine Weltmeisterschaft in St. Moritz vom 6. bis 19. Februar nominiert. Dass diesmal mehr Damen (14) als Herren (13) im Aufgebot stehen, kam doch überraschend, das Fehlen der Routiniers Klaus Kröll und Elisabeth Görgl nach den bisher gezeigten Saisonleistungen hingegen nicht.

Bei den Herren fehlt Slalomspezialist Marc Digruber, der in diesem Winter einen vierten Platz in Val d'Isere geschafft hat. Einen solchen kann auch der Vorarlberger Christian Hirschbühl (Wengen) vorweisen, der den Vorzug gegenüber dem Niederösterreicher erhielt. Speedspezialist Otmar Striedinger aus Kärnten wurde nach einer schwachen Saison ohne Top-25-Platz erwartungsgemäß nicht berücksichtigt.

Zehn WM-Neulinge allein im Damenteam

Im Damen-Team, das von den schweren Verletzungen von Riesentorlauf-Weltcup-Siegerin Eva-Maria Brem, Speed-Medaillenhoffnung Cornelia Hütter und Slalomspezialistin Carmen Thalmann getroffen wurde, stehen gleich zehn WM-Neulinge. So auch Rosina Schneeberger, die mit einem neunten Platz in der Kombination in Val d'Isere das Ticket löste.

"Wir haben uns zusammengesetzt mit den Damen. Wir haben 13 Herren bestimmt, weil die Einsetzbarkeit bei uns wesentlich besser ist als bei den Damen, weil wir mehrere Athleten haben, die mehrere Disziplinen fahren können. Mit 13 Plätzen hat die Herren-Mannschaft genug", sagte Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher. "Es ist nie einfach, jemandem zu sagen, dass er nicht dabei ist, vor allem weil einige mit guten Ergebnissen dabei waren", so der 52-Jährige. "Sie haben es sportlich fair aufgenommen. Wir Trainer haben uns viel den Kopf zerbrochen, ich hoffe, dass wir die richtigen Leute mitnehmen nach St. Moritz."

Schröcksnadel will sechs bis acht Medaillen

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel ist davon überzeugt und bleibt in Sachen Medaillenerwartungen seiner bisherigen Linie treu: "Sechs bis acht sind schon drin." Damen-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum ist dagegen in seinen Erwartungen zurückhaltend, Puelacher nicht.

Die Damen haben aufgrund der Ausfälle in diesem Winter erst vier Podestplätze errungen. Trotzdem ist Schröcksnadel nicht nur wegen Christine Scheyers Überraschungssieg in der Zauchensee-Abfahrt und der Stockerlplätze von Stephanie Venier (2. Super-G Garmisch) und Anna Veith (3. Super-G Cortina) optimistisch: "Wir können auch bei den Damen was reißen. Selbst eine Mirjam Puchner hat in St. Moritz schon gewonnen. Das dort ist ein anderer, eigener Hang. Nicht sehr steil und gefährlich, also ist auch bei den Damen was drin."

Kriechbaum will nicht viel über Medaillen reden, ist doch der Großteil seiner WM-Teilnehmerinnen noch sehr jung. "Bei einem jungen Team braucht man sich nicht groß auf Medaillenspekulationen einlassen, und so gesehen ist der Druck jetzt nicht besonders groß. Man kann das Ganze voll auf Angriff angehen, das macht es eigentlich sehr angenehm und recht spannend." Aber nach den zuletzt guten Platzierungen im Speedbereich sehe man, dass etwas möglich sei. "Bei den großen Favoriten sind wir aber nicht dabei."

Puelacher nennt Medaillen in jeder Disziplin als Ziel

Anders sieht das bei den Herren aus, die in dieser Saison bereits 21 Podestplätze schafften. "Wir haben in jeder Disziplin mit Ausnahme der Kombination gewonnen, wir sind in jeder Disziplin auf dem Podest präsent. Das ist wichtig, denn so wissen wir, dass wir zum erweiterten Medaillenkreis zählen. Unser Ziel muss sein, in jeder Disziplin Medaillen zu machen. Da nehme ich keine aus, das ist die Erwartungshaltung", sagte Puelacher.

Dass es mit Marcel Hirscher (je zwei Riesentorläufe und zwei Slaloms), Max Franz, Hannes Reichelt (jeweils eine Abfahrt) und Matthias Mayer (ein Super-G) vier Sieger in diesem Winter gibt, "macht Spaß", meinte der Herren-Cheftrainer. (APA, 1.2.2017)

ÖSV-Aufgebot für die WM in St. Moritz
(6. bis 19. Februar)

DAMEN (14):

- BRUNNER Stephanie
- GALLHUBER Katharina
- HAASER Ricarda
- KIRCHGASSER Michaela
- PUCHNER Mirjam
- SCHEYER Christine
- SCHILD Bernadette
- SCHMIDHOFER Nicole
- SCHNEEBERGER Rosina
- SIEBENHOFER Ramona
- TIPPLER Tamara
- TRUPPE Katharina
- VEITH Anna
- VENIER Stephanie

HERREN (13):

- BAUMANN Romed
- BERTHOLD Frederic
- FELLER Manuel
- FRANZ Max
- HIRSCHBÜHL Christian
- HIRSCHER Marcel
- KRIECHMAYR Vincent
- LEITINGER Roland
- MATT Michael
- MAYER Matthias
- REICHELT Hannes
- SCHÖRGHOFER Philipp
- SCHWARZ Marco

  • Marcel Hirscher reist als Titelverteidiger in der Kombination zum Saisonhöhepunkt in die Schweiz.
    foto: reuters/dominic ebenbichler

    Marcel Hirscher reist als Titelverteidiger in der Kombination zum Saisonhöhepunkt in die Schweiz.

  • Die WM-Teilnehmer im Überblick.
    grafik: apa

    Die WM-Teilnehmer im Überblick.

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