Geisterfahrer: 363 Meldungen und zwei Tote bei Unfällen

1. Februar 2017, 07:51
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Zweitgeringste Zahl an Falschfahrern – nur 2014 gab es noch weniger Meldungen

Wien – 363-mal hat die Ö3-Verkehrsredaktion im Vorjahr vor Geisterfahrern auf Österreichs Straßen gewarnt. Im Vergleich zu 2015 ist das ein Rückgang um fünf Prozent. Seit Beginn der Aufzeichnungen wurden nur 2014 weniger Geisterfahrer gezählt. Bei Unfällen mit ihnen wurden 2016 zwei Personen getötet.

Insgesamt gab es im Vorjahr nach Angaben des Innenministeriums elf Unfälle mit Beteiligung von Geisterfahrern, sieben davon mit Personenschaden. Fünf Personen wurden dabei schwer verletzt. Erstmals seit 2007 gab es in der Steiermark mit 79 die meisten Meldungen, gefolgt von Niederösterreich. Dort reduzierte sich die Anzahl um mehr als ein Drittel auf 66 Meldungen. Oberösterreich folgte mit 62 Meldungen vor Tirol (50), Kärnten (40), Salzburg (25) Burgenland (17) und Vorarlberg (12). In Wien wurden im Vorjahr zwölfmal vor Geisterfahrern gewarnt.

Höchste Dichte bei Brennerautobahn

In absoluten Zahlen blieb die Südautobahn mit 62 Geisterfahrerhinweisen auf Platz eins. Die größte Geisterfahrerdichte in Relation zur Gesamtlänge gab es auf der Brennerautobahn (A13) mit elf Meldungen. Das am stärksten betroffene Teilstück war 2016 die Semmering-Schnellstraße (S6) im steirischen Abschnitt mit 21 Meldungen.

Der stärkste Monat 2016 war der Oktober mit 42 Meldungen, im November wurden mit 23 Geisterfahrern die wenigsten gezählt. Falschfahrer waren weiterhin am Sonntag am häufigsten unterwegs, am Wochenende mehr als an Werktagen. Im Tagesverlauf bestand das geringste Risiko am späten Abend beziehungsweise am frühen Morgen, zwischen 21 und 24 Uhr war die Wahrscheinlichkeit, auf einen Geisterfahrer zu treffen, am höchsten.

Den Tagesrekord mit zehn Geisterfahrerdurchsagen hält noch immer der 25. Juni 2006. Im Vorjahr gingen an drei Tagen jeweils fünf Warnmeldungen on air. (APA, 1.2.2017)

  • Bei Geisterfahrerunfällen kamen im Vorjahr zwei Menschen ums Leben.
    foto: apa

    Bei Geisterfahrerunfällen kamen im Vorjahr zwei Menschen ums Leben.

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