Florian Klenk als Journalist des Jahres ausgezeichnet

31. Jänner 2017, 20:43
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In der Kategorie Wirtschaft gewann STANDARD-Redakteurin Renate Graber – Gerhard Riedler ist Medienmanager, Hubert Patterer Chefredakteur, die "Presse" wieder Redaktion des Jahres

Wien – Das Branchenmagazin "Der Österreichische Journalist" hat am Dienstag die Journalisten des Jahres 2016 geehrt. Bei einem Festakt im Heeresgeschichtlichen Museum nahm "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk die Auszeichnung entgegen. Chefredakteur des Jahres ist Hubert Patterer ("Kleine Zeitung"), Redaktion des Jahres die "Presse", Medienmanager des Jahres Gerhard Riedler ("Kronen Zeitung").

Der Kabarettist Florian Scheuba, selbst unter den Top Ten der Kolumnisten platziert, hielt die Laudatio auf Klenk. Er klinkte sich in die aktuelle Debatte über Fake-News ein. "Es muss eine Lüge wieder Lüge genannt werden dürfen", trat er gegen Begriffe wie "alternative Fakten" auf. "Wir wollen Journalisten, die sich dazu bekennen, dass es wahre Sachen gibt." Klenk sei "ein Journalist, der seine sieben Zwetschgen beinanderhat", so Scheuba. "Er ist die Zukunft des Journalismus in diesem Land." Klenk sieht den Preis "stellvertretend für das Projekt Panama-Papers", das der "Falter" gemeinsam mit dem ORF bearbeitet hatte.

Patterer wünschte sich, "dass die anderen Zeitungen unserem Schritt folgen und endlich aufhören, dass wir uns im Digitalen verschenken": "Wenn schon nicht aus betriebswirtschaftlichen Gründen, dann aus Gründen der Selbstachtung."

Allianzen schmieden

Markus Breitenecker, Geschäftsführer von ProSiebenSat1Puls4, nahm in seiner Laudatio auf Medienmanager Riedler Bezug auf den aktuelle Verkaufsprozess von ATV. "Wollt ihr wirklich dieses langweilige, anstrengende, undankbare und außerdem wenig rentable Bewegtbild machen?", fragte er in Richtung Riedler. Die Mediaprint soll ja Interesse an ATV angemeldet haben, wobei ATV-Eigentümer Herbert Kloiber zuletzt den Verkauf an ProSiebenSat1 als ausgemachte Sache dargestellt hat.

Riedler selbst appellierte an die Branche, rasch auf den Medienwandel zu reagieren und Allianzen zu schmieden, etwa in Druck, Logistik oder Vermarktung – "in vielen Bereichen außer in den Redaktionen". "Natürlich wird der eine oder andere auch von seinem hohen Ross heruntersteigen müssen."

Der Lebenswerk-Preis ging an die "Profil"-Kolumnistin Elfriede Hammerl. Christa Zöchling, ebenfalls "Profil", würdigte sie in ihrer Laudatio als "einzigartig": "Als Zeitzeugin, als Journalistin, als Schriftstellerin." Hammerl nahm den "Lorbeer fürs Greisinnenhaupt" gelassen an – nicht ohne einen Seitenhieb auf den Magazintitel "Der Österreichische Journalist", in dem Frauen nicht einmal vorkämen.

Renate Graber gewann in der Kategorie Wirtschaft

In der Kategorie Wirtschaft gewann Renate Graber (DER STANDARD), für die Innenpolitik Andreas Koller ("Salzburger Nachrichten"), in der Außenpolitik Christian Ultsch ("Presse"). Norbert Mayer ("Presse") ist Kulturjournalist des Jahres, Wolfgang Winheim ("Kurier") siegte im Sport. Klenk wurde auch zum Investigativjournalisten des Jahres gekürt, Doris Knecht ("Kurier", "Falter") gewann bei den Kolumnisten, Dieter Chmelar ("Kurier") bei Unterhaltung.

"Aufgefallen" ist der Jury Jakob Winter vom "Profil", Pressefotograf des Jahres ist Georg Hochmuth von der APA. Mit einem Sonderpreis für Innovation wurden Lisa Totzauer (ORF 1) und das Team von "Bist du deppert!" (Puls 4) ausgezeichnet.

Auch die besten Lokaljournalisten wurden geehrt: Ulrike Weiser von der "Presse" (Wien), Christian Uchann ("Bezirksblätter", Burgenland), Martin Gebhart von den "Niederösterreichische Nachrichten", Markus Staudinger von den "Oberösterreichischen Nachrichten", Sylvie Wörgetter von den "Salzburger Nachrichten", Christian Rosenzopf von der Kärntner "Kronen Zeitung", Steffen Arora aus Tirol vom STANDARD, Didi Hubmann von der "Kleinen Zeitung" (Steiermark) sowie Birgit Entner von den "Vorarlberger Nachrichten". (APA, 31.1.2017)

Nachlese

"Falter"-Chefredakteur Klenk ist Journalist des Jahres – Renate Graber vom STANDARD ist beste Wirtschaftsredakteurin, bester Journalist in Tirol ist Steffen Arora

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