Vielfalt von Kinderkrebs ist epigenetisch erklärbar

1. Februar 2017, 05:30
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Wien – Bei der Entstehung von Krebs laufen die genetischen Programme einer Zelle aus dem Ruder. Während Tumore von Erwachsenen viele verschiedene DNA-Mutationen in sich tragen, die den Krankheitsverlauf beeinflussen, sind solche genetischen Defekte bei Kinderkrebs viel seltener. Ungeklärt war deshalb bisher, warum Krebserkrankungen von Kindern so unterschiedlich verlaufen, da ihre Tumore kaum DNA-Mutationen in sich tragen.

Für das Ewing-Sarkom, das ist ein aggressiven Knochentumor, konnte ein internationales Forscherteam geleitet von Eleni Tomazou (St. Anna Kinderkrebsforschung) und unter Beteiligung des CeMM in Wien dieses Rätsel nun lösen. Dieser Tumor zeigt eine unerwartete Vielfalt an epigenetischen Veränderungen, schreiben die Wissenschafter in "Nature Medicine". Diese Erkenntnis eröffne neue Perspektiven für die Entwicklung personalisierter Therapien. (red, 1.2.2017)

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