Eislaufen: Rund 4.800 Verletzte pro Jahr

31. Jänner 2017, 15:58
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Kopf und Hände sind beim Eislaufen besonders gefährdet, heißt es vonseiten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit

Wien – Eislaufen ist eine der beliebtesten Wintersportarten. Durch die niedrigen Temperaturen sind viele kleinere Gewässer zugefroren. Wer sich auf das glatte Eis wagt, sollte jedoch vorsichtig sein. Ausreichender Schutz ist dabei wichtig, denn jährlich verletzen sich rund 4.800 Menschen in Österreich beim Eislaufen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Die Mehrheit sind mit etwa 60 Prozent Männer.

"Neben dem Kopf gehören beim Eislaufen auch die Hände bzw. die Handgelenke zu den Körperteilen, die sich Eisläufer leicht verletzen können. Bei einem Sturz stützt man sich in der Regel reflexartig mit den Händen ab – was im schlimmsten Fall zu schmerzhaften Verstauchungen oder gar zu Knochenbrüchen führen kann", erläutert Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Er empfiehlt das Tragen von Handgelenksprotektoren und festen Handschuhen. Dadurch ließen sich Schnittverletzungen vermeiden. Das KFV empfiehlt, vor allem Kindern beim Eislaufen einen Helm aufzusetzen.

86 Prozent tragen keinen Helm

70 Prozent aller im Krankenhaus versorgten Eisläufer in Österreich verletzen sich aufgrund von Stürzen, fast ein Viertel (23 Prozent) verunfallen durch Zusammenstöße. 59 Prozent aller Verletzungen sind Knochenbrüche. Zu den häufigsten Verletzungen gehören mit 19 Prozent der Bruch des Handgelenks oder des Unterarms (elf Prozent). Die Gefahr, nach hinten zu stürzen und sich durch den Aufprall den Kopf zu verletzen, ist auch beim Eislaufen gegeben. Bisher hat sich der Helm aber kaum durchgesetzt – 86 Prozent der Eisläufer tragen keinen Helm.

Beim Eislaufen auf Natureisflächen gilt: Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr. Neben dem Einbrechen drohen Stolperfallen wie Äste oder Spalten. Am Randbereich sollte die Festigkeit der Eisfläche überprüft werden. Es darf bei Belastung keinerlei Bewegung erkennbar sein, etwa Sprünge, Luftblasen oder gar Geräusche. Nie sollte man sich weiter als auf Rufdistanz zu anderen Eisläufern entfernen.

Auf allen Flächen gilt: Eisläufer sollten sich immer über die aktuelle Außentemperatur informieren. Wenn diese über mehrere Tage nur wenige Grad Celsius unter dem Gefrierpunkt liegt, ist eine Eisfläche nicht mehr sicher. Viele Gemeinden geben Auskunft über die Beschaffenheit des Natureises. (APA, 31.1.2017)

  • Die Gefahr, nach hinten zu stürzen und sich durch den Aufprall den Kopf zu verletzen, ist auch beim Eislaufen gegeben. Aber nur 14 Prozent der Eisläufer tragen einen Helm.
    foto: heribert corn / www.corn.at

    Die Gefahr, nach hinten zu stürzen und sich durch den Aufprall den Kopf zu verletzen, ist auch beim Eislaufen gegeben. Aber nur 14 Prozent der Eisläufer tragen einen Helm.

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