Transgender-Buben dürfen US-Pfadfindern beitreten

31. Jänner 2017, 15:03
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US-Pfadfinder-Bewegung setzt Schritte gegen Diskriminierung

Washington – In den USA dürfen nun auch Transgender-Kinder und -Jugendliche Pfadfinder werden. Ab jetzt gelte bei der Anmeldung eines Buben die Geschlechtsangabe in der Anmeldung, hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Nach der Geschlechtszugehörigkeit in der Geburtsurkunde zu entscheiden, sei nicht mehr ausreichend. "Ab heute werden wir Heranwachsende in den Programmen für Wölflinge und Pfadfinder aufgrund der Geschlechtsidentität aufnehmen und registrieren, die im Anmeldeformular steht."

Zutritt auch für Transgender-Mädchen

Damit unternimmt die Bewegung, der laut eigenen Angaben rund 2,3 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 21 Jahren angehören, einen weiteren Schritt gegen Diskriminierung. Im Jahr 2015 hatten die Pfadfinder nach intensiver interner und öffentlicher Debatte schwule Leiter zugelassen. Mitglieder durften schwule Buben seit 2013 werden. Die Pfadfinderinnen lassen seit einigen Jahren Transgender-Mädchen zu.

Transgender umfasst meist all jene, deren soziales Geschlecht nicht – oder nicht immer – mit dem biologischen identisch ist. Nicht jeder Transgender-Mensch möchte jedoch seinen Körper so verändern, wie es viele Transsexuelle wollen. (APA, 31.1.2017)

  • Gegen Diskriminierung: Die US-PfadfinderInnen nehmen auch Transgenderpersonen auf.
    foto: apa/afp/getty images/george frey

    Gegen Diskriminierung: Die US-PfadfinderInnen nehmen auch Transgenderpersonen auf.

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