Leverkusen zahlt zwölf Millionen für 19-Jährigen

31. Jänner 2017, 11:27
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Der Jamaikaner Leon Bailey tingelte einst durch Österreich auf der Suche nach einem Verein, nun wechselt er in die deutsche Bundesliga

Genk/Leverkusen – Bayer Leverkusen hat den 19-jährigen Jamaikaner Leon Bailey vom belgischen Erstligisten KRC Genk verpflichtet. Er erhält einen Vertrag bis 2022, gab der deutsche Bundesligist am Dienstag bekannt.

Zwölf Millionen Euro Ablöse

Bailey, der in Genk noch einen Vertrag bis 2020 hatte, soll Medienberichten zufolge rund zwölf Millionen Euro Ablöse kosten. Die Summe kann sich angeblich durch Bonuszahlungen oder bei einem Weiterverkauf noch deutlich erhöhen. Bailey hat bereits am Freitag den Medizincheck in Leverkusen absolviert.

"Mit Leon Bailey haben wir erneut einen vielversprechenden Spieler langfristig an uns binden können", sagte Geschäftsführer Michael Schade. "Dieser Junge stand auch bei vielen anderen europäischen Klubs ganz weit oben auf der Wunschliste. Umso glücklicher sind wir, dass wir uns gegen solch starke Konkurrenz durchsetzen konnten."

Von Trencin nach Genk

Der Linksaußen war erst erst zu Saisonbeginn vom slowakischen Klub Trencin nach Genk gewechselt. Der pfeilschnelle Offensivspieler wurde in Belgien als Entdeckung der Hinrunde gefeiert.

"Er ist ein außergewöhnlich schneller, sehr trickreicher Spieler, der unserer Offensive zusätzlichen Schwung verleiht. Wir sind sicher, dass Leon Bailey auf Sicht ein großer Gewinn für uns sein wird", sagte Sportchef Rudi Völler. "Bayer 04 ist ein guter Klub. Hier möchte ich den nächsten wichtigen Schritt machen", erklärte Bailey. "Leverkusen ist dafür bekannt, dass man sich hier gut entwickeln kann. Und die Art, wie hier Fußball gespielt wird, ist attraktiv. Das gefällt mir."

Probetraining bei Rapid

Bailey hatte 2011 als 14-Jähriger ein Probetraining bei Rapid absolviert und danach fast zwei Jahre lang in Anif gespielt. 75 Tore erzielte er für die Nachwuchsmannschaft des Salzburger Regionalligisten. "Ich habe es bei vielen Klubs in Österreich probiert – bei Austria Salzburg, Red Bull Salzburg, Mattersburg, Rapid", wird Bailey auf laola1.at zitiert, "für mich war das damals ein Lernprozess in noch sehr jungem Alter. Red Bull Salzburg hatte mich nach Österreich eingeladen. Als Erstes war ich dort, aber sie haben gesagt, ich sei nicht gut genug." (sid, red, 31.1.2017)

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