Wirtschaftswachstum in Frankreich unter den Erwartungen

31. Jänner 2017, 11:09
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Bruttoinlandsprodukt legte um 1,1 Prozent zu – Regierung hatte Plus von 1,4 Prozent angepeilt – Heuer wird Anstieg von 1,5 Prozent erwartet

Paris – Das Wirtschaftswachstum in Frankreich ist im vergangenen Jahr deutlich hinter den Erwartungen der Regierung zurückgeblieben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2016 um 1,1 Prozent zu, wie die französische Statistikbehörde Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Die Regierung hatte auf ein Plus von 1,4 Prozent gesetzt. Das Wachstum war zudem etwas schwächer als im Jahr 2015.

Wirtschafts- und Finanzminister Michel Sapin bewertete die Zahlen am Dienstag trotzdem positiv. "Das zweite Jahr in Folge war die wirtschaftliche Aktivität dynamisch und hat es erlaubt, die Arbeitslosigkeit zurückzudrängen und gleichzeitig das Staatsdefizit zu senken", erklärte der Sozialist.

Tatsächlich sank die Arbeitslosigkeit in Frankreich im vergangenen Jahr. Sie bleibt aber mit rund 3,47 Millionen Arbeitslosen auf einem sehr hohen Stand. Die Zahlen für das Defizit 2016 liegen noch nicht vor. Die Regierung hatte einen Rückgang der Neuverschuldung auf 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts versprochen, nach 3,5 Prozent 2015. Die Drei-Prozent-Defizitgrenze soll in diesem Jahr wieder eingehalten werden.

Für 2017 rechnet die französische Regierung mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. Experten halten diese Zahl allerdings für zu hoch angesetzt. (31.1.2017)

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