VW-Managerin über Riesenabfertigung: "Ganz normaler Vorgang"

30. Jänner 2017, 21:03
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Die frühere Verfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhardt erhält nach einem Jahr bei dem deutschen Autoriesen mehr als zehn Millionen Euro

Wolfsburg – Die frühere deutsche Verfassungsrichterin und jetzige VW-Managerin Christine Hohmann-Dennhardt bekommt nach ihrem Ausscheiden aus dem Volkswagen-Vorstand eine Riesenabfertigung. Verschiedene deutsche Medien nannten am Montagabend Zahlen zwischen 11,5 und 13 Millionen Euro. "Dass ein Vertrag erfüllt wird, ist ein ganz normaler Vorgang", sagte Hohmann-Dennhardt der "Süddeutschen Zeitung", die von 11,5 Millionen Euro schrieb.

Ein VW-Sprecher wollte keinen der Berichte kommentieren. Hohmann-Dennhardt kann den Berichten zufolge mit der Millionenabfertigung rechnen, weil ihr neben dem Gehalt für 13 Monate Arbeit eine Abfertigung in Höhe von knapp zwei Jahresgehältern zustehe. Die Juristin hatte im Jänner 2016 bei VW angefangen und einen Dreijahresvertrag erhalten.

Hohmann-Dennhardt bestätigte der "SZ", dass die Abfertigung eine Entschädigung dafür beinhalte, dass sie vorzeitig aus dem Daimler-Vorstand ausgeschieden war, um zu VW zu wechseln. Dabei hatte sie auf Ansprüche an ihren Ex-Arbeitgeber verzichtet. Die frühere Verfassungsrichterin war als Vorstand für Integration und Recht zu VW gewechselt. Sie sollte die Aufarbeitung des Betrugs von Abgastests vorantreiben.

In der vergangenen Woche hatte VW überraschend mitgeteilt, dass Hohmann-Dennhardt zum 31. Jänner aus dem Vorstand ausscheide. Als Grund wurden "unterschiedliche Auffassungen über Verantwortlichkeiten und die künftigen operativen Arbeitsstrukturen in ihrem Ressort" genannt. Dem Vernehmen nach gab es Querelen über die genaue Rolle Hohmann-Dennhardts bei VW. (APA, 30.1.2017)

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