Visareform: Trump legt sich offenbar mit Silicon Valley an

30. Jänner 2017, 16:42
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US-Präsident soll drastische Einschränkungen bei sogenannten H-1B-Visa planen, auf die sich Apple, Google und Co verlassen

Die US-Regierung plant offenbar den nächsten Schritt gegen Einwanderung. Laut "Bloomberg Businessweek" will US-Präsident Donald Trump mittels Executive Ordner das Visaprogramm für Fachkräfte einschränken. Große IT-Firmen wie Google, Apple oder Facebook nutzen vor allem das H-1B-Visa, um Programmierer aus dem Ausland in die USA zu bringen. Der Sinn des Visaprogramms ist es, Arbeitsplätze, für die sich keine qualifizierten US-Bürger finden, besetzen zu können.

Mehrwert für Gesellschaft

"Einwanderer aus diesem Bereich waren an einer erstaunlichen Menge an Firmengründungen und Patenten beteiligt, die im Gegenzug zehntausende, ja hunderttausende neue Jobs geschaffen haben", sagt der Arbeitsforscher Gary Burtless zu Bloomberg. Allerdings wird das Visaprogramm auch von Demokraten kritisch gesehen. So soll es Firmen dazu dienen, die Löhne gering zu halten. Tatsächlich beantragen vor allem Leiharbeitsfirmen H-1B-Visa.

Kein Kommentar

Die Executive Order soll in den kommenden Tagen unterschrieben werden. Bloomberg lag eine Version davon vorab vor. Eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses blieb vorerst aus. Die großen IT-Konzerne hatten sich zuvor öffentlich gegen das Einreiseverbot für Personen aus sieben Ländern mit vor allem muslimischer Bevölkerung gestellt. (red, 30.1.2017)

  • Trump beim Unterschreiben eines Executive Orders.
    foto: reuters/barria

    Trump beim Unterschreiben eines Executive Orders.

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