Volleyball: Tirol verliert Platz eins und fünf Punkte durch Dopingfall

30. Jänner 2017, 15:46
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Russe Stanislaw Maslijew positiv getestet, Aich/Dob erbt den ersten Platz – Manager gab an, nicht von dem Vorfall gewusst zu haben

Innsbruck – Die Volleyballmannschaft Hypo Tirol verliert nach einem Dopingfall und der einhergehenden Strafe von fünf Minuspunkten die Führung in der Meisterschaft, den ersten Platz belegt nun Aich/Dob. Stanislaw Maslijew wurde positiv auf Stanozolol getestet. Der Russe versicherte, dass es sich um eine Einzelaktion gehandelt hat.

Urteil rechtskräftig

Die Entscheidung vorbehaltlich allfälliger Einsprüche durch die Welt-Anti-Doping -Agentur oder den Verband ist laut der Österreichischen Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) rechtskräftig. Ein Einspruch durch den Internationalen Verband FIVB ist nicht ausgeschlossen.

Sowohl der Titelträger aus Tirol als auch ÖVV-Präsident Peter Kleinmann akzeptieren das Urteil der ÖÄDR. Clubmanager Hannes Kronthaler kann den Punkteabzug nicht nachvollziehen, da Maslijew am 25. November über die Strafe informiert wurde, den Club aber nicht darüber in Kenntnis gesetzt hatte. Deshalb wurde er an den folgenden zwei Spieltagen in der Liga eingesetzt. Die Siege gegen Salzburg und Amstetten und die damit verbundenen Punkte sind damit ungültig.

Bonus geht an Aich/Dob

Vor dem Playoff ist noch eine Runde zu spielen, der Erste hat in allen K.o-Runden in einem eventuellen Entscheidungsmatch Heimrecht. Noch am Freitagabend hatte der Titelverteidiger mit einem 3:2-Heimsieg gegen die Kärntner Platz eins im Grunddurchgang fixiert gehabt. Die Topmannschaft nach 18 Runden hat den Vorteil, in der Semifinal- und bei Qualifikation auch der Finalserie in einem eventuell entscheidenden Match Heimvorteil zu haben. Diesen Bonus geht nun wohl an Aich/Dob.

Dafür müsste die Tiroler Manschaft am Samstag noch einige Punkte wettmachen. Aich/Dob darf sich im Heimspiel gegen Klagenfurt allerdings auch keine Niederlage leisten. Alle Spiele finden um 19:00 Uhr statt. Beide Teams stehen allerdings, so viel ist sicher, im Semifinale.

Vierkampf um Halbfinalplätze

Waldviertel, Amstetten, Klagenfurt und Graz als Mannschaften auf den Plätzen drei bis sechs kämpfen in den Viertelfinalduellen um die übrigen beiden Semifinalplätze. (sth, APA, 30.1.2017)

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