Verpflichtende Handyrechnung auf Papier wird abgeschafft

30. Jänner 2017, 15:35
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Frequenzvergaben sollen für Netzbetreiber günstiger werden – 2020 sollen alle Landeshauptstädte 5G haben

Schlechte Nachricht für Konsumentenschützer und Post-Chef Georg Pölzl: Im neuen Arbeitsprogramm der Bundesregierung wird die verpflichtende Papierrechnung für Handy und Internet abgeschafft.

Breitbandmilliarde soll evaluiert werden

Die gerade angelaufene Vergabe der Breitbandmilliarde soll evaluiert und optimiert werden. Jene 27 Prozent der Pflichtschulen, die bis heute über keinen Internetanschluss verfügen, sollen heuer in einer ersten Ausschreibung mehrere Millionen Euro aus der Breitbandmilliarde erhalten, um ihr offline-Dasein zu beenden.

"Wirtschaftlich vertretbare Auktionsdesigns"

Genehmigungsverfahren für die IT-Infrastruktur (zum Beispiel Sendemasten) sollen vereinfacht werden, die Gebühren sollen sinken. Frequenzversteigerungen sollen "auf Basis wirtschaftlich vertretbarer Auktionsdesigns" durchgeführt werden. Bisher haben die drei Mobilfunknetzbetreiber, die sich mehrheitlich alle in ausländischer Hand befinden, Milliardensummen dafür in den Staatshaushalt gezahlt. Bis 2020 soll die nächste Mobilfunkgeneration 5G in jeder Landeshauptstadt verfügbar sein. Die Novelle des Telekommunikationsgesetzes soll beim Ministerrat im Juni 2017 abgesegnet werden. (APA, 30.1.2017)

  • Das neue Arbeitsprogramm der Regierung sieht die Abschaffung der verpflichtenden Handyrechnung auf Papier vor.
    foto: apa/roland schlager

    Das neue Arbeitsprogramm der Regierung sieht die Abschaffung der verpflichtenden Handyrechnung auf Papier vor.

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