Bau des "Friedenskanals" zwischen Rotem und Totem Meer beginnt 2018

30. Jänner 2017, 06:22
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Mehr Trinkwasser, aber laut Experten auch gefährliche ökologischen Folgen

Tel Aviv – Der Bau einer gut 180 Kilometer langen Verbindung zwischen dem Roten Meer und dem Toten Meer soll im kommenden Jahr beginnen. Ein Sprecher des israelischen Ministeriums für regionale Zusammenarbeit sagte am Montag, 2018 starte die erste Phase des Projekts, das mehr Trinkwasser für Jordanien, Israel und die Palästinenser liefern sowie den seit Jahren sinkenden Pegel des Toten Meeres heben soll.

Jordanien hat im November fünf Finalisten aus 17 internationalen Unternehmensgruppen ausgesucht, die sich an der Ausschreibung für das Bauprojekt beteiligt hatten. Darunter sind nach Medienberichten 20 Firmen aus China, Frankreich, Kanada, Italien, Japan, Südkorea, Singapur und Spanien. Man rechne damit, dass bis Ende März feststehen werde, wer den Bau letztlich ausführen solle, sagte der israelische Sprecher.

Das Projekt, auf das sich Israel, Jordanien und die Palästinenser 2013 geeinigt hatten, sieht vor, Wasser aus dem Roten Meer zunächst in eine Entsalzungsanlage bei der jordanischen Küstenstadt Akaba zu pumpen. Das gewonnene Trinkwasser wird nach Jordanien und Israel geleitet, die Salzlauge dagegen ins Tote Meer.

Das Projekt soll zur Verringerung der Wasserknappheit in den Anrainerländern beitragen, die sich wegen des Zuzugs vieler Flüchtlinge noch verschärft hat. Umweltschützer warnten jedoch vor gefährlichen ökologischen Folgen der Vermischung der Meere. (APA, 30.1.2017)

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