ÖSV-Team Zweiter hinter Polen

28. Jänner 2017, 17:04
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Österreichs Quartett schiebt sich im zweiten Durchgang von Rang drei nach vorne, Deutschland auf Platz drei

Willingen – Die ÖSV-Skispringer haben in Willingen im Weltcup-Teambewerb hinter Polen Platz zwei belegt. Michael Hayböck, Manuel Fettner, Gregor Schlierenzauer und Stefan Kraft fehlten am Samstag 12,3 Punkte auf die siegreiche Equipe. Rang drei ging 8,5 Zähler hinter dem österreichischen Quartett an Gastgeber Deutschland.

Den Österreichern gelang damit im letzten Mannschaftsbewerb vor der WM das bisher beste Saisonergebnis, mit dem sie im Nationencup bis auf 65 Punkte an die weit hinter Polen zweitplatzierten Deutschen heranrückten. In den bisherigen Teambewerben hatte es für das ÖSV-Team die Ränge drei in Klingenthal und vier vor einer Woche in Zakopane gegeben.

Im Laufe des Bewerbes mit wechselnden Windbedingungen vor 21.000 Zuschauern pendelte die ÖSV-Mannschaft immer wieder zwischen Rang drei und zwei. Während Hayböck (131 m/132,5 m) und Schlierenzauer (133/132/"Es ist sicherlich noch Luft nach oben") wenig Herausragendes zeigten, präsentierte sich Fettner (136/139,5) bärenstark. Und Kraft steigerte sich nach einem schwachen ersten Sprung (127,5) im Finale auf 142 Meter, wodurch er die Deutschen mit Schlussspringer Richard Freitag (121,5/130,5) noch abfing.

Bei den Gastgebern, die den verletzten Severin Freund vorgeben müssen, ragte Andreas Wellinger (145 Tageshöchstweite/139) heraus. Die zuletzt in Zakopane hinter Olympiasieger Deutschland noch zweitplatzierten Polen waren bei ihrem zweiten Saisonsieg nach Klingenthal aber nicht zu biegen, obwohl Kraft Schlussspringer Stoch noch etliche Punkte abnehmen konnte. Enttäuschend verlief der Bewerb mit nur neun Nationen für die Norweger, die mit Riesenrückstand nicht über Rang fünf hinauskamen.

Am Sonntag steht auf der Mühlenkopfschanze ein Einzelspringen auf dem Programm. (APA, 28.1. 2017)

Ergebnisse – Teambewerb, Großschanze:

1. Polen
(Piotr Zyla 134 m/138 m – Dawid Kubacki 134/137,5 – Maciej Kot 137,5/133,5 – Kamil Stoch 134/126,5) 931,5 Punkte

2. Österreich
(Michael Hayböck 131/132,5 – Manuel Fettner 136/139,5 – Gregor Schlierenzauer 133/132 – Stefan Kraft 127,5/142) 919,2

3. Deutschland
(Markus Eisenbichler 138/132 – Stephan Leyhe 134,5/120 – Andreas Wellinger 145/139 – Richard Freitag 121,5/130,5) 910,7

4. Slowenien
(Peter Prevc 126/128 – Jurij Tepes 101/139,5 – Cene Prevc 119/123 – Domen Prevc 135/120,5) 791,2

5. Norwegen
(Andreas Stjernen 131/127 – Anders Fannemel 120/124,5 – Robert Johansson 124/113 – Daniel Andre Tande 133,5/127,5) 778,8

6. Russland
(Ilmir Hasetdinow 121,5/115 – Dimitri Wasiljew 128/117 – Denis Kornilow 121,5/124 – Jewgeni Klimow 136/133,5) 767,3

7. Finnland 745,4
8. Japan 679,3
9. Tschechien 350,0

  • Gregor Schlierenzauer demonstiert Haltung.
    foto: ap/dedert

    Gregor Schlierenzauer demonstiert Haltung.

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