Nicht-US-Verkäufe: Apple verlegt gesamtes iTunes-Geschäft nach Irland

    28. Jänner 2017, 16:46
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    Assets im Wert von neun Milliarden Dollar werden transferiert

    Apple verlegt im Februar sämtliche iTunes-Business-Assets von Luxemburg nach Irland. In Cork werden künftig sämtliche Nicht-US-Geschäfte des iTunes Stores, Apple Music, Apple Store und dem iBooks-Store abgewickelt. Bereits im September hatte der Konzern angekündigt, die Assets im Wert von neun Milliarden Dollar zu transferieren, nun zieht das Unternehmen das Vorhaben durch und ändert zudem auch die Verträge der Entwickler.

    Mit 0,005-Prozent-Steuersatz gelockt

    Irland ist wie Luxemburg ein Steuerparadies, was die Politik bereits scharf kritisiert hat. Im August wurden die Iren dazu aufgefordert, weitere Steuern von Apple einzutreiben. Insgesamt dreizehn Milliarden Euro sollte der US-Konzern nachzahlen. Irland wurde vorgeworfen, Apple mit einem Steuersatz von 0,005 Prozent anzulocken, was verständlicherweise für Aufregung sorgte. Zu der Steuernachzahlung kam es übrigens noch nicht da Irland und Apple bislang dagegen sind.

    Datenzentrum in Irland entsteht

    In Cork hat der Konzern um die 5500 Mitarbeiter. 1000 weitere Angestellte sollen es in nächster Zeit werden. In Athenry soll zudem bald ein Datenzentrum entstehen. 850 Millionen Euro ist Apple dieses wert. Aktuell ist das Projekt vorerst aber auf Eis aufgrund rechtlicher Streitigkeiten. (red, 28.1.2017)

    • Apple verlegt sein Nicht-US-Geschäft von einem Steuerparadies ins nächste.
      foto: ap/guan

      Apple verlegt sein Nicht-US-Geschäft von einem Steuerparadies ins nächste.

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