Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei findet Folter okay

27. Jänner 2017, 17:52
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Nuttall: "Wenn Waterboarding für Rettung von Menschenleben sorgt"

London – Der Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei, Paul Nuttall, findet Folter okay. Voraussetzung sei aber, dass dadurch ein tödlicher Terroranschlag verhindert werden könne, sagte Nutall dem britischen Nachrichtensender SkyNews am Freitag.

"Wenn Waterboarding dafür sorgt, dass eine Reihe von Menschenleben hier oder in Amerika gerettet werden, weil jemand etwas verrät, was hinsichtlich eines Terrorangriffs geschehen soll, würde ich das wahrscheinlich zähneknirschend okay finden", sagte Nuttall.

US-Präsident Donald Trump hatte in einem Fernsehinterview den Einsatz von Folter als Verhörmethode für Terroristen propagiert. Er wiederholte damit seine Forderungen aus dem Wahlkampf, von denen er zwischenzeitlich wieder abgekommen war. Folter als Verhörmethode ist in den USA derzeit verboten.

In Großbritannien kamen umgehend Forderungen an die britische Premierministerin Theresa May auf, sich während ihres Besuchs bei Trump am Freitag deutlich gegen Folter auszusprechen.

Während ihres Flugs in die USA am Donnerstag hatte May Andeutungen gemacht, dass die Geheimdienstkooperation zwischen den USA und Großbritannien gefährdet sein könnte, sollte Washington wieder zu Praktiken wie dem Waterboarding – also der Verhörmethode des simulierten Ertränkens eines Häftlings – zurückkehren. Britischen Behörden sei es untersagt, Informationen auszuwerten, die unter Anwendung von Folter erhoben wurden, sagte May. (APA, 27.1.2017)

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