Vor dem ATV-Verkauf: Das Schweigen des Fellners

28. Jänner 2017, 08:00
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Nach der Breitseite gegen ProSiebenSat1Puls4-Übernahme: Spekulationen über Interesse an Sender

Kitzbühel/Wien – Kommende Woche könnte eine Grundsatzentscheidung über den Verkauf von ATV fallen. Die Österreich-Tochter des deutschen Fernsehkonzerns ProSiebenSat1 will den Privatsender von Programmhändler Herbert Kloiber übernehmen.

Die Wettbewerbsbehörde hat sich vorgenommen, bis Ende Jänner Auflagen auszuarbeiten, unter denen der Deal möglich wäre. ProSiebenSat1Puls4 ist bereits größte private Fernsehgruppe in Österreich.

Voriges Wochenende in Kitzbühel versuchte die Krone-Familie Dichand noch, Kloiber umzustimmen, offenbar ohne Ergebnis.

"Gerüchteküche mit großer Vorsicht zu genießen"

Österreich von Konkurrent Wolfgang Fellner überraschte am Sonntag mit "Empörung" über den geplanten Deal, der so nicht durchgehen dürfe. Warum die Breitseite? Theorien waren rasch zur Hand in der Branche: Fellners bemühten sich um ATV, über ein Kaufangebot wird spekuliert.

Der STANDARD fragte Fellner am Mittwoch, was am kolportierten Kaufangebot dran ist, und noch einmal am Freitag. Fellner antwortete – eher ungewöhnlich – nicht.

Verkäufer Kloiber lässt auf Anfrage nach einem Kaufangebot Fellners ausrichten, dass er "zu laufenden Verhandlungen absolut keine Stellung nimmt". Nachsatz: "Die Gerüchteküche ist bekanntlich mit großer Vorsicht zu genießen." (fid, 28.1.2017)

  • ATV-Symbolfoto: "Der große Österreich"-Test – Moderator Andi Moravec ist inzwischen zu Servus TV übersiedelt.
    foto: atv

    ATV-Symbolfoto: "Der große Österreich"-Test – Moderator Andi Moravec ist inzwischen zu Servus TV übersiedelt.

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