Genfer Gespräche zu Syrien Anfang Februar wackeln

27. Jänner 2017, 17:16
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Spannungen zwischen Russland und Opposition bestehen fort

Moskau/Damaskus – Auf die technischen Gespräche über einen Waffenstillstand in Syrien, die vergangene Woche in Astana stattfanden, sollte am 8. Februar eine politische Runde in Genf folgen: Um diesen Termin wird nun gerungen. Laut russischem Außenministerium wird er auf Ende Februar verschoben. Die Uno, Sponsor der Genfer Gespräche, wollte das am Freitag nicht bestätigen.

Hintergrund dürfte der Ärger der russischen Exilopposition über die Russen sein. Sie sollte am Montag zu Gesprächen nach Moskau reisen, hat jedoch abgesagt. Zuvor waren Details über einen russischen Verfassungsentwurf für Syrien bekannt geworden: Unter anderem sieht er vor, dass das "arabisch" aus dem Namen des syrischen Staats (bisher Syrische Arabische Republik) verschwindet. Das soll einer neuen föderalistischen Ordnung, die auch die ethnischen Minderheiten in Syrien zufriedenstellen soll, Rechnung tragen.

Der arabische Charakter Syriens war schon zuvor einer der Knackpunkte zwischen der arabischen syrischen Opposition und den syrischen Kurden, die deshalb großteils außerhalb dieser Opposition geblieben sind. (guha, 27.1.2017)

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