Telekom Austria: Analysten erwarten für 2016 klaren Gewinnrückgang

27. Jänner 2017, 16:25
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Wertpapierexperten rechnen mit knapp 17 Prozent weniger Nettogewinn – Umsätze dürften aber leicht gestiegen sein

Die Telekom Austria dürfte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 trotz leicht gestiegener Umsätze einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet haben. Dies zeigt eine APA-Umfrage unter Finanzanalysten. Die Geschäftszahlen werden am kommenden Montag, den 30. Jänner, um 18.00 Uhr veröffentlicht.

Im Schnitt erwarten die befragten Analysten einen Umsatz von 4,21 Mrd. Euro. Das wäre eine Steigerung von zwei Prozent zum Vorjahr, als rund 4,13 Mrd. verbucht worden waren. Beim Ergebnis nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen die Wertpapierexperten von Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und Barclays im Schnitt mit 1,34 Mrd. Euro – dies wäre ein leichtes Minus von 1,8 Prozent.

Positive Trends

Beim operativen Ergebnis (EBIT) dürfte das Minus deutlicher ausfallen: Die im Schnitt erwarteten 482,8 Mio. Euro wären um 15,6 Prozent weniger als im Geschäftsjahr 2015. Unter dem Strich würde dann ebenfalls klar weniger bleiben als im Vorjahr: Die befragten Analysten sehen den Nettogewinn (nach Minderheiten) durchschnittlich bei 305,1 Mio. Euro. Das wäre eine Gewinnrückgang von knapp 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit Blick auf das abgelaufene vierte Quartal rechnen die Analysten der RCB mit einer robusten Entwicklung am heimischen Markt sowie anhaltend positiven Trends auf den wichtigsten CEE-Märkten Bulgarien, Kroatien und Weißrussland. Abseits der Zahlen erwarten sich die RCB-Experten vor allem auch Aussagen des Managements zu den Ende des Jahres präsentierten Billig-Tarifen des Telekom-Konkurrenten Drei.

Die Telekom Austria hat ihre Berichtsstruktur seit 2016 jener des Mutterunternehmens American Movil angepasst. Bei den Vergleichszahlen des Vorjahres handelt sich um die von der Telekom an die neue Struktur angepassten Werte. (APA, 27.1. 2017)

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